Anleihenbericht
Welle an Neuemissionen hält an

Unternehmen haben am europäischen Anleihemarkt im bisherigen Jahresverlauf so viel Geld beschafft wie noch nie bis Mitte März. Mit den gestrigen Emissionen von Lufthansa, Philip Morris und anderen Konzernen stieg das bisherige Emissionsvolumen auf über 100 Mrd. Euro.

FRANKFURT. Deutschlands größte Fluggesellschaft platzierte Anleihen über 850 Mio. Euro, deren Laufzeit 2014 endet. Der Tabakwarenhersteller Philip Morris arbeitete Bankkreisen zufolge an einer zwei Mrd. Euro schweren Emission. Daimler emittierte dreijährige Anleihen im Volumen von 700 Mio. Euro. Der spanische Telefonriese Telefonica begab siebenjährige Bonds über eine Mrd. Euro.

Société Générale rechnet damit, dass die Emissionswelle ihr Tempo noch zwei bis drei Monate hält. Die Unternehmen fürchten, dass sich die Kreditkrise verschärfe. Sie versuchten, ihren Finanzbedarf rechtzeitig zu decken, hieß es.

Am Markt für Staatsanleihen pendelten die Renditen gestern um die Vortagesniveaus. Deutsche Bundesanleihen standen am Nachmittag unter moderatem Verkaufsdruck, nachdem Daten zum Anlegervertrauen in Deutschland besser ausfielen als erwartet. Zehnjährige Papiere rentierten drei Basispunkte höher bei 3,18 Prozent. Bei zehnjährigen US-Treasuries sank die Rendite leicht auf 2,93 Prozent.

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