Anleihenbericht
Zinsausblick lässt Kurse abrutschen

Spekulationen zum Zinsausblick in der Eurozone haben den europäischen Anleihemarkt am Mittwoch belastet und für deutlich steigende Renditen gesorgt.

HB FRANKFURT. Bundesbankpräsident und EZB-Ratsmitglied Axel Weber hatte erklärt, die Europäische Zentralbank habe angesichts des bestehenden Inflationsdrucks keinen Spielraum für Zinssenkungen. Wenn die Konjunkturprobleme nachließen, werde die Geldpolitik womöglich sogar gestrafft.

Der Bund-Future sank daher um 55 Basispunkte auf 114,10 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen wurden merklich billiger, sie rentierten acht Basispunkte höher bei 4,19 Prozent. Steigende Leitzinsen machen den Kupon bestehender Anleihen weniger attraktiv und senken so ihren Marktwert.

Jenseits des Atlantiks schöpften großvolumige Emissionen am Primärmarkt Liquidität am Bondmarkt ab und drückten so auf die Bewertungen. Bei US-Staatsanleihen mit Fälligkeit in zehn Jahren stieg die Rendite moderat auf 3,81 Prozent. Das Finanzministerium in Washington platzierte am Abend zweijährige Bonds im Volumen von 32 Mrd. Dollar. Heute werden fünfjährige Treasuries im Volumen von 22 Mrd. Dollar ausgegeben. Aus Deutschland kam eine dreijährige Anleihe des Landes Niedersachsen über 1,25 Mrd. Euro. Sie wurde mit einem Kupon von 4,25 Prozent ausgestattet.

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