Anleihenbericht
Zweijährige Bondrendite klettert kräftig

An den Anleihemärkten in den USA und Europa haben die Renditen am Donnerstag angezogen - insbesondere bei der zweijährigen Bundesanleihe. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte in der Pressekonferenz nach der Zinsentscheidung erklärt, eine Zinsanhebung im kommenden Monat sei angesichts der Inflationsentwicklung nicht ausgeschlossen.

HB FRANKFURT. Trichet hatte damit die Märkte überrascht. Er betonte außerdem, dass die Risiken für die Preisstabilität zugenommen haben. Daraufhin schnellte die Rendite der zweijährigen Bundesanleihe, die besonders sensibel auf Veränderungen bei den Zinserwartungen reagiert, um 28 Basispunkte nach oben auf 4,61 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Mai 2001, erstmals seit März 2007 liegt er über der Rendite im Zehnjahres-Bereich. Dort kletterte die Rendite um acht Basispunkte auf 4,48 Prozent. Der Bund-Future sank um 80 Basispunkte auf 111,39 Prozent.

Die US-Treasuries reagierten mit Kursverlusten auf besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten bei 4,02 Prozent vier Basispunkte höher. Am Primärmarkt begab die Deutsche Börse eine variabel verzinsliche Anleihe mit 30 Jahren Laufzeit und einem Volumen von 550 Mill. Euro. Frankreich brachte zwei Papiere im Gesamtvolumen von 4,420 Mrd. Euro an den Markt.

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