Anleihenhandel
Renditen bei Bonds ziehen kräftig an

Ängste vor weiteren Leitzinserhöhungen nach der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) und nach Inflationsdaten aus den USA haben gestern die europäischen Anleihemärkte weiter belastet.

cü/HB FRANKFURT. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg bis zum späten Nachmittag auf 4,17 Prozent und damit den höchsten Stand seit Sommer 2004, die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung kletterte auf 4,11 Prozent und damit ein Fünfjahreshoch. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel um 0,27 Prozentpunkte auf 113,98 Prozent und damit unter die Marke von 114 Prozent.

Volkswirten zufolge gilt es als sicher, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Juni auf vier Prozent anheben wird. Gestern ließ sie den Schlüsselzins erwartungsgemäß unverändert. Dirk Schumacher, Volkswirt bei Goldman Sachs geht davon aus, dass weitere Zinsschritte folgen werden. „Wie stark und wie schnell es dann weitergehen wird, hängt von der Datenlage ab“, sagte er. Zusätzlich belastet wurden die Bonds durch den unerwartet deutlichen Anstieg der US-Einfuhrpreise im März. Dies schürte – wie schon das Protokoll der jüngsten Zinsentscheidung der US-Notenbank vom Vorabend – Ängste vor Zinserhöhungen in den USA. In den USA ging die Rendite zehnjähriger Treasuries dennoch leicht auf 4,73 Prozent zurück.

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