Anleihenhandel
Renditen der Staatsanleihen ziehen kräftig an

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe ist gestern auf den höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. Als Auslöser galt die wegen der Osterfeiertage verzögerte Reaktion auf den überraschend robusten US-Arbeitsmarktbericht vom Karfreitag.

cü FRANKFURT. Am Morgen kletterte sie bis auf 4,15 Prozent, am späten Nachmittag lag sie noch bei 4,13 Prozent. Auf Schlusskursbasis hatte sie die Marke von 4,15 Prozent zuletzt vor gut zweieinhalb Jahren erreicht. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor 25 Basispunkte auf 114,41 Prozent, nachdem er am Morgen bis auf 114,14 Prozent abgesackt war. Aus technischer Sicht droht dem Bund-Future jetzt nach Ansicht der Strategen von HSBC Trinkaus und Burkhardt ein Fall bis auf 113,30 Prozent.

Als Auslöser galt die wegen der Osterfeiertage verzögerte Reaktion auf den überraschend robusten US-Arbeitsmarktbericht vom Karfreitag. Die Daten dämpften die Hoffnungen auf Leitzinssenkungen in den USA; dazu mehren sich Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank in diesem Jahr mehr als nur noch einmal an der Zinsschraube drehen wird. Entsprechend deutlich war auch der Renditesprung bei Kurzläufern, die stark auf Leitzinsänderungen reagieren. Die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung stieg auf 4,07 Prozent und damit den höchsten Stand seit Juli 2002.

In den USA, wo die Kapitalmarktzinsen schon am Freitag kräftig gestiegen waren, sanken die zwei- und zehnjährigen Renditen gestern leicht auf 4,72 und 4,70 Prozent.

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