Anleihenmärkte
Anleger dank guter Zahlen wieder mutiger

Der geringe Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Italien beruhigte die europäischen Anleger. Sie griffen wieder vermehrt zu risikoreicheren Papieren und schlugen wenig rentable, aber sichere Anleihen ab.
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FrankfurtAn den europäischen Anleihemärkten haben die Anleger am Dienstag wieder bei etwas risikoreicheren Papieren zugegriffen und die als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen verkauft. So fiel der Bund-Future um bis zu 36 Ticks auf 141,86 Punkte, während der italienische Anleihe-Future um bis zu 40 Ticks auf 112,78 Zähler stieg. Der französische OAT-Future notierte kaum verändert.

Mit Erleichterung nahmen die Anleger vor allem den etwas geringeren Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Italien auf. Im zweiten Quartal war die Wirtschaft dort um 0,2 Prozent geschrumpft und damit weniger als erwartet. Auch der deutsche Auftragseingang für die Industrie war im Juni besser als gedacht ausgefallen. Somit wuchs die Risikolust der Bond-Anleger, was die Renditen der südeuropäischen Anleihen und somit deren Kosten für die Refinanzierung etwas drückte. Die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihen lagen mit 4,25 Prozent vier Basispunkte niedriger als am Vorabend. Auch die Zinsen für die spanischen Papiere gaben etwa zwei Basispunkte auf 4,55 Prozent nach. Dagegen zogen die Renditen der entsprechenden deutschen Bundesanleihen um etwa einen Basispunkte auf 1,70 Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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