Anleihenmärkte
Talfahrt der Terminkontrakte setzt sich fort

Der Druck auf die Kurse der europäischen Anleihen und Terminkontrakte hat auch gestern angehalten. Am Tag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg die Nervosität der Anleger erneut.

cü FRANKFURT. Im Markt wird zwar nicht erwartet, dass die EZB schon heute die Zinsen anhebt, eine Erhöhung im Sommer auf vier Prozent gilt aber als sicher. Zudem äußerte gestern auch der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Weltwirtschaftsausblick, dass weitere Zinsanhebungen über vier Prozent möglich seien.

Dazu kam noch die Unsicherheit vor dem am Abend anstehenden Protokoll der jüngsten Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed). Vor drei Wochen als die Fed die Leitzinsen unverändert ließ, hatten Analysten das begleitende Statement zwar in Richtung einer Zinssenkung interpretiert. Seitdem gab es aber eine Reihe positiver Konjunkturdaten. Das Protokoll werde bestenfalls signalisieren, dass die Gefahr von Leitzinserhöhungen gesunken sei; die Inflationsgefahr lasse aber kaum Raum für Zinssenkungen, hieß es gestern bei der Commerzbank.

Der Terminkontrakt Bund-Future verlor bis zum späten Nachmittag 0,15 Prozentpunkte auf 114,23 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 4,13 Prozent, die der zehnjährigen US-Anleihe verharrte bei 4,72 Prozent.

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