Anleihenmarkt
Äußerungen der EZB drücken Bonds nur kurz

Wenig verändert zum Vortag haben sich die Anleihemärkte gestern Nachmittag gezeigt. Europäische Anleihen hatten zunächst einen Schub vom schwachen Auftragseingang in der deutschen Industrie bekommen.

HB FRANKFURT. Die Äußerungen von Jean-Claude Trichet (s. Devisen), dem Präsident der Europäischen Zentralbank, belasteten nur kurz. Anleger interpretierten die Äußerungen als Zeichen für weitere Zinsanhebungen in diesem Jahr, nachdem die Notenbank den Schlüsselzins gestern unverändert bei vier Prozent beließ. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank bis zum Nachmittag leicht auf 4,20 Prozent.

Der neue führende Terminkontrakt Bund-Future mit Fälligkeit im Dezember stieg um 0,14 Prozentpunkte auf 113,77 Prozent. Der gestern auslaufende September-Kontrakt ging unverändert mit 113,99 Prozent aus dem Handel. In den USA rentierten zehnjährige Treasuries mit 4,47 Prozent auf dem Vortagsniveau.

Am Primärmarkt stand der Pharmakonzern Astra Zeneca im Blickpunkt. Er brachte die größte Anleiheemission in den USA seit mehr als fünf Jahren über die Bühne. Platziert wurden mehrere Tranchen mit Laufzeiten zwischen zwei und 30 Jahren und einem Gesamtvolumen von 6,9 Mrd. Dollar. Dies zeige, dass trotz des schwierigen Umfelds Emittenten mit guten Ratings weiter Anleihen platzieren könnten, hieß es.

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