Anleihenmarkt
Angst vor Konjunkturdelle treibt Bonds

Die Erwartung einer Konjunkturdelle in den USA hat zu starken Kauforders am amerikanischen Staatsanleihenmarkt geführt und auch den europäischen Rentenmarkt gestützt.

HB FRANKFURT. Angesichts schlechter Nachrichten aus dem Bankensektor nahmen Befürchtungen zu, dass die amerikanische Eigenheimkrise nicht nur die Finanz- und Bauwirtschaft, sondern im Ergebnis auch die breite US-Konjunktur belasten könnte. Daten zur US-Industrie zeigten das geringste Wachstum seit sieben Monaten.

Da viele Investoren in die Sicherheit von Staatsanleihen flüchteten, erholten sich die Treasuries-Kurse vollständig von den Einbußen, die sie nach der Zinssenkung am Mittwoch erlitten hatten. Bei den konjunktursensiblen Titeln mit kurzen Laufzeiten gingen die Renditen besonders stark zurück: Zweijährige Treasuries rentierten 17 Basispunkte niedriger, die Rendite dreijähriger Papiere fiel 16 Basispunkte. Bei zehnjährigen Treasuries sank die Rendite elf Basispunkte auf 4,36 Prozent.

Dem europäischen Rentenmarkt verhalf die Kauflaune in den USA zu leichten Kursgewinnen. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten im Nachmittagshandel etwas niedriger bei 4,21 Prozent. Der Bund-Future stieg auf 113,59 Prozent. Zuvor hatten Inflationssorgen die Kurse belastet.

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