Anleihenmarkt
Anleger suchen Titel mit kurzen Laufzeiten

Strategen rechnen für diese Woche mit weiter steigenden Kursen an den europäischen und US-Anleihemärkten. Denn die anhaltende Subprime-Krise in den USA lässt zahlreiche Anleger in die sicheren Staatsanleihen flüchten.

HB FRANKFURT. „Es gibt eine Menge Angst und Unsicherheit“, sagt David Keeble, Leiter Strategie Festverzinsliche bei der Investmentbank Calyon in London. Bei den Anlegern sind derzeit vor allem Papiere mit kurzer Laufzeit gefragt. So verzeichneten die zweijährigen Bundesanleihen in der vergangenen Woche den stärksten Kursanstieg seit September 2001, die Rendite fiel um 25 Basispunkte auf 3,96 Prozent. Die Renditedifferenz zwischen zweijährigen und zehnjährigen Bundesanleihen hat mit 0,32 Prozentpunkten annähernd den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht.

Längerfristige Anleihen dagegen hatten am Freitag verloren, nachdem die Federal Reserve in den USA den Diskontsatz gesenkt und damit die turbulenten Märkte etwas beruhigt hatte. Entsprechend stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 4,28 Prozent. Kaum verändert war dagegen die Rendite zehnjähriger Treasuries bei 4,67 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel um 0,24 Prozentpunkte auf 113,28 Prozent. Am Primärmarkt steht in dieser Woche eine Emission Griechenlands an. Das Land will am Dienstag eine 2024 fällige Anleihe mit einem Volumen von 1,2 Mrd. Euro platzieren.

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