Anleihenmarkt
Bondrenditen in Europa klettern

Am europäischen Anleihemarkt haben die Kurse der Staatsanleihen heute nachgegeben. Die Renditen zogen folglich leicht an. Da Konjunkturnachrichten am Pfingstmontag Mangelware waren, konzentrierten sich die Anleger auf Signale zum Zinsausblick.

FRANKFURT. Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) Erkki Liikanen erklärte, die EZB liege mit ihrem Fokus auf die Inflationsbekämpfung richtig. Dies dämpfte Spekulationen auf Zinssenkungen, die am Markt umlaufende Anleihen relativ attraktiver machen würden.

Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen legten zu auf 4,02 Prozent. Der Bund-Future sank im Verlauf um 0,15 Prozentpunkte auf 114,99 Prozent.

US-Treasuries machten frühe Kursverluste wett, am Nachmittag waren sie etwas teurer als vor dem Wochenende. Anleger setzten verstärkt auf die Sicherheit von Staatspapieren, nachdem der Bondversicherer MBIA einen überraschend hohen Quartalsverlust auswies und damit Bedenken zur Konjunktur nährte.

Druck auf das Ergebnis brachten besonders Wertverluste bei Hypothekenderivaten. Die Rendite zehnjährige US-Treasuries sank leicht auf 3,75 Prozent.

Im Wochenverlauf rechnen Bondexperten auf beiden Seiten des Atlantiks mit Kursgewinnen. Im Rahmen ihrer Quartalsberichte dürften diverse Banken neue Abschreibungen ausweisen und damit neue Konjunkturängste schüren.

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