Anleihenmarkt
Renditen in Europa weiter auf Talfahrt

Während es am Primärmarkt etwas ruhiger zugehen dürfte, sieht das am europäischen Anleihenmarkt anders aus. Dort machen Spekulationen auf niedrigere Leitzinsen die Runde. Am Donnerstag steht eine Entscheidung der Europäischen Zentralbank an.

FRANKFURT. Am europäischen Anleihemarkt dürften Spekulationen auf niedrigere Leitzinsen im Euroraum für weiterhin steigende Kurse und fallende Renditen sorgen. Rentenexperten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins am Donnerstag um 50 Basispunkte auf ein Rekordtief von 1,5 Prozentpunkte herabsetzen wird. Sinkende Leitzinsen machen den Kupon bestehender Anleihen attraktiver.

Im Februar sank die Rendite zweijähriger Bundesschatzanweisungen, die besonders sensibel auf Zinserwartungen reagieren, bereits um 22 Basispunkte auf 1,31 Prozent. Damit fiel die Rendite dieser Papiere den achten Monat in Folge. Zuletzt drückten der Konjunkturrückgang in Deutschland sowie die steigende Arbeitslosigkeit im Euroraum die Rendite. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Freitag bei 3,11 Prozent etwas niedriger und US-Treasuries mit derselben Laufzeit waren bei 3,02 Prozent leicht höher.

Am Primärmarkt geht es nun etwas ruhiger zu als in der Vorwoche. Großbritannien begibt am morgigen Dienstag zweijährige Papiere im Umfang von 3,75 Mrd. Pfund (4,2 Mrd. Euro). Am Mittwoch folgt eine Anleihe mit einem Volumen von 2,25 Mrd. Pfund und einer Fälligkeit in 30 Jahren. Frankreich will am Donnerstag bis zu 7 Mrd. Euro über Papiere mit Laufzeiten bis 2015, 2018 und 2025 aufnehmen.

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