Anleihenstrategie
Lukrative Anleihen aus Österreich

Ob Energieversorger oder Unternehmen aus der Baubranche – österreichische Anleihen erweisen sich in einem dynamischen Umfeld als solide Anlagen.

HB WIEN. Das Land zwischen Boden- und Neusiedlersee legt in diesem Jahr ein Wachstum von 2,5 bis 2,6 Prozent vor und schafft damit den stärksten Zuwachs seit sechs Jahren. Das bedeutet auch gute Bedingungen für österreichische Schuldner. Sie dürften 2006 ihre Gewinne durchschnittlich um fast 25 Prozent steigern. So prognostiziert der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV für 2006 ein Rekordjahr. Um zwölf Prozent auf 207 Millionen Euro steigerte der Versorger EVN den Nettogewinn in den ersten neun Monaten 2005/06.

Auch Unternehmen, die von den hohen Energiepreisen gebeutelt wurden, geben sich optimistisch: Baustoffproduzent Wienerberger geht fürs zweite Halbjahr von einer Verbesserung der Ertragsstärke aus. Zudem brachten die kräftig wachsenden Umsätze den Unternehmen einen starken Cash-Flow-Zuwachs. So legte der operative Cash-Flow bei EVN mit dem dritten Quartal um 63 Prozent auf 81 Millionen Euro zu. Allerdings wuchsen durch die vielen Übernahmen auch die Schulden. Trotzdem schlägt man nicht über die Stränge.

Das zeigt sich an den Urteilen der Ratingagenturen. Sie stufen Wienerberger und EVN mit BBB und A im Investmentbereich ein. Dagegen verzichtet OMV auf ein Rating. Analysten gehen von einer Bewertung bei A aus - die Schuldner aus Österreich sind damit eine solide Anlage.

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