Anleihenstrategie
Nachrangige Anlagen für Mutige

Höheres Risiko, mehr Rendite: Auch Banken geben mittlerweile nachrangige Anleihen heraus. Im Konkursfalle werden sie – wie der Name sagt – erst nach anderen Gläubigern bedient.

Sicherheitsfanatiker setzen auf abgesicherte Anlagen, etwa Sparbriefe. Je nach Bankengruppe und Sicherungssystem sind die Investments zu 20 000 Euro oder in Millionenhöhe geschützt. Es geht auch risikoreicher - und lukrativer. Ähnlich wie nachrangige Anleihen offerieren Banken inzwischen auch Anlagen mit Nachrangabrede: Im Konkursfall werden die Gläubiger erst nach den bevorrechtigten Gläubigern bedient, kassieren aber, wenn alles glatt läuft, einen höheren Zins als bei abgesicherten Anlagen.

Etwa bei der niederländischen Garanti Bank International (Niederlassung Düsseldorf). Sie zahlt bei zehnjähriger Laufzeit für ihre Euro Deposito genannte Anlage sechs Prozent oder fast zwei Punkte mehr als der Bundesfinanzminister für seine Anleihen. Bei sechs Jahren gibt es 4,75 Prozent, bei acht Jahren 5,20 Prozent. An dem 1946 gegründeten Geldhaus ist General Electric indirekt beteiligt. Mindestanlage 2 600 Euro (Telefon 01801/44 55 55).

Nachrangtitel offeriert auch die Bankgesellschaft von Essen. Das in der Ruhrgebietsmetropole gegründete Geldhaus zahlt für seine Kapitalbriefe je nach Laufzeit 4,50 Prozent (sieben Jahre), 4,75 Prozent (acht) und fünf Prozent (zehn). Auf zehn Jahre liegt der Zins fast einen Punkt über dem Bundeszins. Mindestanlage 500 Euro. Die 1969 gegründete Bank hat stets in den schwarzen Zahlen gearbeitet und gehört inzwischen zum belgisch-niederländischen Finanzkonzern Fortis (Infos unter 0201/ 8 11 80).

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