Anleihenstrategie
Umgekehrte Stufe zieht Zinszahlung vor

Anleger müssen mit einer höheren Versteuerung ihrer Zinseinkünfte rechnen. Doch wenn sie Zinszahlungen auf dieses Jahr vorziehen, können sie im kommenden Jahr auch bei reduzierten Freibeträgen die Steuerlast begrenzen. Ein Weg: die umgekehrte Stufe.

HB DÜSSELDORF. Das waren noch Zeiten, als der Bundesfinanzminister 1993 den Sparerfreibetrag auf umgerechnet 3 038 Euro für Alleinstehende und 6 136 Euro für Ehepaare emporzog. Derzeit können Alleinstehende 1370 Euro und Ehepaare 2740 Euro plus der Werbungskostenpauschale von 51 Euro pro Person steuerfrei kassieren. Von 2007 an sind es magere 750 und 1 500 Euro (plus Werbungskostenpauschale).

Noch können Anleger Rache nehmen, indem sie ihren nicht ausgeschöpften Freibetrag durch eine hohe Zinszahlung steuermindernd in Anspruch nehmen: Sie kaufen Stufenzinspapiere, die für 2006 hohe Zinsen versprechen. In den folgenden Jahren sinken die Zinsen dann. So zahlt die Düsseldorfer WGZ-Bank (Rating A2, gute Qualität) für ihr bis 21. Dezember 2009 laufendes Stufenzinspapier Nr. 19 in diesem Jahr sieben Prozent. Danach gibt es bis zum Ende der Laufzeit am 21. Dezember 2009 drei Mal 2,95 Prozent - macht für die 39 Monate laufende Anleihe bis zur Endfälligkeit 3,28 Prozent pro Jahr. Ausgabekurs: 100 Prozent, ab 1 000 Euro.

Auch für die von der Reichensteuer gebeutelten Anleger lohnt es sich, Zinserträge in dieses Jahr vorzuziehen. Schließlich werden sie vom Januar an mit drei Punkten Aufschlag zur Kasse gebeten.

ISIN DE000WGZ0TE7

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