Anleihestrategie
Befreiungsschlag für Daimler

Ab mit Schaden. Aber das gilt nur für das dritte Quartal. Für diesen Zeitraum meldete der Autobauer einen Verlust von gut 1,5 Milliarden Euro gegenüber einem Gewinn von 868 Millionen Euro im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Grund für den Fehlbetrag war eine Abschreibung von 2,2 Milliarden Euro durch den Verkauf der US-Beteiligung Chrysler.

Über die ersten neun Monate 2007 betrachtet, erreichte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit; 7,3 Milliarden Euro) dagegen 65 Prozent plus.

Der Befreiungsschlag tut Daimler gut, er verbessert das Finanzprofil und sorgt bei den Ratingagenturen für einen optimistischen Ausblick. So erhöhte sich die Konzerneigenkapitalquote von 16,5 (Ende 2006) auf 27,5 Prozent. Auf Daimler entfallen noch Pensions- und Gesundheitsverpflichtungen (Healthcare) von 3,6 und 0,8 Milliarden Euro.

Der Cash-Flow erreichte 5,8 Milliarden Euro. Die liquiden Mittel betragen über 23 Milliarden Euro, die Nettoverschuldung 34,1 Milliarden Euro.

Für 2007 bleibt das Management unverändert bei seiner Gewinnprognose von mindestens 8,5 Milliarden Euro auf Ebit-Basis. Auch die Ratingagenturen bewegen sich: Im Sommer hob Standard & Poor’s schon im Hinblick auf die Scheidung das Rating von BBB auf BBB+ an. Bei Moody’s schafften die Stuttgarter mit A3 jetzt den Sprung in die A-Klasse und damit in den Bereich guter Qualität.

Daimler-Anleihen bringen bei Laufzeiten bis 2013 Renditen von knapp fünf Prozent. Die 4,25-prozentige Emission (4. Oktober 2011) verspricht beim Kurs von 98,40 Prozent eine effektive Verzinsung von 4,70 Prozent. ISIN XS0202043039.

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