Anleihestrategie
Bei Arcelor-Mittal ist Stahl Gold

Zwar produzierte der Stahlkocher Arcelor-Mittal in den ersten drei Quartalen 2007 rund 82 Millionen Tonnen gegenüber 84 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum, aber er verdiente umso mehr: Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um 30,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar.

Für 2007 sind rund 15,4 Milliarden geplant. Den goldenen Regen bescherte zunächst der weltweite Stahlboom. Daneben profitierte man von Einsparungen in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar. 2008 sollen es, so Vorstandschef Lakshmi Mittal, 1,6 Milliarden werden.

Er scheint überhaupt ein glückliches Händchen zu haben. Sein Unternehmen verfügt nicht nur über eine eigene Kohle- und Koksproduktion, sondern bezieht rund 45 Prozent des benötigten Eisenerzes aus eigenen Minen. Ein nicht zu unterschätzender Kostenvorteil angesichts des möglichen Zusammengehens der preisbestimmenden Eisenerzförderer BHP Billiton und Rio Tinto. Künftig will Mittal den Anteil eigenen Erzes (aus Liberia und Senegal) auf 75 Prozent steigern.

Die Euro-Anleihen der Finanzierungstochter stufen die Agenturen mit BBB+/Baa3 im Investmentbereich ein. Nach Abbau um eine Milliarde Dollar betragen die Schulden 22 Milliarden. Das ist beim 1,4-Fachen des erwarteten Ebitda (2007) akzeptabel, ebenso wie die bis zum 7. November 2014 laufende 4,63-prozentige Arcelor -Anleihe. Die Rendite beläuft sich beim Kurs von 96,63 Prozent auf 5,21 Prozent.

ISIN XS0204395213

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%