Anleihestrategie
Daimler steigt jetzt auf

Wird Ballast abgeworfen, steigt das Rating. Wie nach der beschlossenen Scheidung Daimlers von Chrysler. Nach Fitch (A-) und Moody’s (Baa1) erhöhte jetzt Standard & Poor’s (S&P) das Rating der Stuttgarter von BBB auf BBB+. Das ist die höchste Stufe im BBB-Bereich, der mittleren Qualität.

Mit der Trennung werden die Autobauer beträchtliche Unsicherheiten und Risiken los – aber es kostet. Zunächst flossen eine halbe Milliarde Euro für die Übernahme durch Cerberus ab, zudem wird der Konzerngewinn 2007 um drei bis vier Milliarden Euro geschmälert. Zu diesen Einmalzahlungen kommt eine Garantie von einer Milliarde Dollar, falls Chrysler innerhalb von fünf Jahren seine Pensionspläne kündigt. Als Herausforderung, so die S&P-Analysten, gilt die Entflechtung des gemeinsamen Finanzierungsgeschäfts.

In Zukunft können sich die Stuttgarter auf ihre Premium-Pkws und ihre erfolgreiche Lastwagensparte konzentrieren. Da lächelt der Aktionär, vor allem, wenn die für 2010 angekündigte Umsatzrendite von zehn Prozent eher erreicht wird. Die aktuell bei sieben Prozent liegende Marke dürfte bereits in diesem Jahr deutlich überschritten werden. Dann ist sowohl bei S&P wie auch bei Moody’s für die Daimler-Anleihen ein Sprung in den A-Bereich realistisch.

Das sollte die bis 4. Oktober 2011 laufende 4,25-prozentige Daimler-Anleihe beflügeln. Sie bringt beim Kurs von 97,91 Prozent eine Rendite von 4,82 Prozent.

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Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 36 vom 3.9.2007

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