Anleihestrategie
Eon wieder kaufenswert

Nach der gescheiterten Übernahmeschlacht um Endesa können sich Anleger wieder die Anleihen des Energiekonzerns Eon vornehmen. Sie sind günstiger zu haben als vorher.

Der Kelch ging an den Eon-Anleihegläubigern noch mal vorüber: Mit der geplatzten Übernahme von Endesa werden nun statt rund 42 Milliarden Euro Kaufsumme nur zehn Milliarden für ein Entschädigungspaket fällig. Damit bleiben die Finanzen der Düsseldorfer selbst bei vollständiger Finanzierung auf Kredit im grünen Bereich. Denn zum Jahresende 2006 lagen die Nettoschulden (7,8 Milliarden Euro) unter dem Betriebsergebnis (Ebitda; 11,3 Milliarden) – ein äußerst günstiges Verhältnis.

Der Eigenkapitalanteil erreichte 37 Prozent der Bilanzsumme (127,2 Milliarden Euro), ebenfalls ein sehr gesundes Verhältnis. Zwar senkte die Agentur Moody’s das Eon-Rating gleich um zwei Stufen von Aa2 auf A2, doch das hält die Mehrzahl der Kreditanalysten nicht für gerechtfertigt, zumal eine Herabstufung durch Standard & Poor’s geringer ausfallen dürfte.

Die Versorgerpapiere verbilligten sich im Verlauf des Übernahmekampfs erheblich, entsprechend stieg die Rendite. Die Titel sind jetzt kaufenswert. Die bis 29. Mai 2009 laufende 5,75-prozentige Anleihe kostet 102,85 Prozent und bringt 4,31 Prozent Rendite (ISIN XS0148578262).

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