Anleihestrategie
Lanxess stabilisiert Rating

Das Chemieunternehmen Lanxess konnte sein Rating verbessern, indem es eine Sparte mit dünnen Erträgen verkaufte. Gut für Anleihe-Anleger, die zudem auf gute Zinserträge hoffen.

Los mit Schaden sagte sich das bisher auf Kunststoffe, Spezialkautschuk und Feinchemikalien spezialisierte Unternehmen und machte einen "höheren zweistelligen" Millionenbetrag locker, um die Kunststofftochter Lustran Polymers loszuwerden. Das zog, denn für die ertragsschwache Beteiligung – Rohmarge dürftige 1,8 Prozent – erhielten die Leverkusener vom britischen Käufer Ineos 35 Millionen Euro mit der Aussicht auf die vollständige Übernahme spätestens 2009. Der Verkauf überzeugte auch die Ratingagentur Moody’s: Sie verbesserte soeben das Lanxess-Rating von Baa3 auf Baa2. Bei Standard & Poor’s ist eine Ratingverbesserung (aktuell BBB-) geplant.

Lanxess-Chef Axel Heitmann will spätestens 2009 alle Sparten auf eine Rohmarge (Ebitda) von mindestens fünf Prozent trimmen. 2007 wird der operative Ertrag rund 722 Millionen Euro (nach 675 Millionen) erreichen, die Nettoschulden könnten von einer Milliarde auf 850 Millionen Euro fallen. Jetzt muss Heitmann nur noch seinen Appetit auf Großeinkäufe zügeln, damit das Rating nicht wieder gefährdet wird. Immerhin wurden ihm Ambitionen auf Degussa nachgesagt. Die bis 21. Juni 2012 laufende 4,12-prozentige Lanxess-Anleihe bringt 5,30 Prozent Rendite (Kurs 95 Prozent).

ISIN XS0222550880

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