Anleihestrategie
Ölanleihen der Superklasse

Big Oil macht zwar Schulden, aber das auf so vorsichtige Art, dass die Ratingagenturen Anleihen von Royal Dutch & Co. (BP, Total) in der Superklasse AA ("hohe Qualität" bei stabilem Ausblick) einordnen.

Gelobt werden von den Analysten das solide Finanzprofil, der hohe Cash-Flow und die üppige Eigenkapitalausstattung. Sie erreichte bei Royal Dutch im Vorjahr 48,9 Prozent der Bilanzsumme und dürfte nach den Schätzungen in diesem Jahr die 50-Prozent-Marke überschreiten. Beim operativen Cash-Flow von 24,3 Milliarden Euro wurde der Rekord von 2005 getoppt. Das reicht, um Investitionsausgaben (14,4 Milliarden Euro), hohe Dividenden (5,3 Milliarden Euro) und Aktienrückkäufe (rund 4,7 Milliarden Euro) auszugleichen.

Der operative Cash-Flow überdeckt zudem die Gesamtschulden von 22 Milliarden Euro. Die stockte der Ölförderer soeben um 300 Millionen Euro auf. Dabei gibt sich Shell International Finance, die Finanzierungstochter von Royal Dutch Shell, bei Anlegern schon mit kleiner Münze – ab 1000 Euro – zufrieden. Die Anleihe läuft bis zum 5. März 2010, bringt einen Jahreszins von vier Prozent und beim Kurs von 99,63 Prozent eine Rendite von 4,13 Prozent (ISIN XS0287393119).

Ebenfalls mit AA (bei stabilen Aussichten) ausgezeichnet: die französische Total, viertgrößter privater Ölförderer und mit 13 Prozent Kapitalanteil Großaktionär beim Pharmaproduzenten Sanofi-Aventis. Die bis zum 26. Januar 2012 laufende Anleihe des Finanzierungsarms Total Capital im Nominalwert von 600 Millionen Euro bringt jährlich 3,25 Prozent. Beim steuergünstigen Kurs von 95,98 Prozent beträgt die Rendite 4,17 Prozent (ISIN XS0210515788).

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