Anleihestrategie
Porsche trotzt dem Trend

Der Sportwagenhersteller Porsche trotzt einmal mehr allen Trends. Selbst die US-Konjunktursorgen bremsen nicht die positive Geschäftsentwicklung. Anleihegläubiger profitieren dabei von einem höheren Risikoaufschlag.

Der Ölpreis ist weiter hoch, die USA laufen in die Rezession - und da sollen amerikanische Fans die Sportwagen aus Stuttgart kaufen? Immerhin macht der Autobauer 30 Prozent seines Umsatzes (zuletzt 7,3 Milliarden Euro) in Nordamerika. Und wie verkraftet Porsches Finanzprofil die Erhöhung der VW-Beteiligung auf 50 oder mehr Prozent? Der Rentenmarkt zeigt Skepsis: Der Risikoaufschlag gegenüber Bundesanleihen erreichte für den 3,87-Prozenter (bis 2016) von Porsche zuletzt 1,58 Prozentpunkte, im Oktober 2007 waren es 0,57 Punkte.

Doch der Bolidenproduzent steigerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs zum 31. Juli 2008 den Umsatz trotz beginnender Finanzkrise und Rezessionsfurcht um elf Prozent. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 23 Prozent. Erste Gegenmaßnahmen wie die Reduzierung der US-Lagerbestände wurden eingeleitet. Ein offizielles Rating für Porsche-Anleihen gibt es nicht. Analysten setzen es bei einer Eigenkapitalquote von über 40 Prozent und einer von 3,1 auf 4,2 Milliarden Euro gestiegenen Nettoverschuldung im A-Bereich ("gute Qualität") an.

PORSCHE-ANLEIHE
EckdatenWerte
Laufzeit1.2.2016
Kupon (%)3,87
Kurs (% - aus WiWo 7.4.08)89,32
Rendite (% - aus WiWo 7.4.08)5,59
ISINDE000A0GMHG2
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