Anleihestrategie
Ratinghäuser stufen Fresenius herab

Der Gesundheitsdienstleister Fresenius expandierte stark, finanzierte das Wachstum aber mit Krediten. Ratingagenturen stuften die Anleihe des Unternehmens herunter.

Fresenius zählt zu den führenden Anbietern für Ernährungs- und Infusionstherapien, betreibt Krankenhäuser und rückte mit dem Kauf der amerikanischen Renal Care durch eine Tochtergesellschaft aktuell zur weltweiten Nummer eins im Dialysegeschäft auf. Der Kauf wurde jedoch ausschließlich mit Fremdkapital von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro finanziert. Das missfiel den Ratinghäusern. Nach Moody's senkte auch Standard & Poor's die Kreditqualität: Von BB+ auf BB. Die Anleihe gilt damit als spekulativ.

Die Finanzschulden von Fresenius steigen nach Abzug von Beteiligungserlösen auf geschätzt 5,8 Milliarden Euro (nach 3,5 Milliarden) bei einem erwarteten operativem Gewinn (Ebitda) von 1,5 Milliarden Euro. Damit erreicht das Verhältnis von Schulden zu Ebitda den ungünstigen Wert von 3,9. Mutige Anleger verlassen sich darauf, dass das bisherige kräftige Umsatz- und Gewinnwachstum anhält. Belohnt werden sie mit 5,1 Prozent Rendite der fünfprozentigen Anleihe der Finanzierungstochter Fresenius Finance.

Laufzeit bis 31. Januar 2013
Kurs 99,55 Prozent
ISIN XS0240918218

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