Anleihestrategie
RWE bietet Zinsen ohne Abschlag

Eine Anleihe des Energiekonzerns RWE ist für Anleger interessant, die Zinsen vor Einführung der Abschlagsteuer kassieren wollen. Das Papier läuft vor 2008 aus.

Mit dem Verkauf der britischen Wassertochter Thames Water für umgerechnet knapp zwölf Milliarden Euro inklusive Schulden gelingt dem Essener Versorger RWE der lang ersehnte Befreiungsschlag. Aus 9,5 Milliarden Euro Schulden-Soll werden gut zwei Milliarden Euro Haben. Zur Besänftigung der Ratingagenturen gliedert RWE-Finanzchef Klaus Sturany zudem acht Milliarden Euro an Pensionsrückstellungen in einen externen Fonds aus - Ratingagenturen mögen das.

Allerdings hat RWE dann weniger Kapital zur Verfügung, um sich intern über die Bilanz zu finanzieren. In der Summe dürfte RWE aber das gute Rating von A- behalten. Zumal mit der Auslagerung der Pensionspflichten und einem Buchgewinn aus dem Thames-Verkauf von 700 Millionen Euro die notorisch schwache Eigenkapitalquote deutlich steigen wird. Zudem winken RWE aus dem geplanten Börsengang der Tochter American Water 2007 weitere geschätzt sieben Milliarden Euro.

Bis zum 26. Oktober 2007 können Anleger von RWE 3,86 Prozent Rendite kassieren (ISIN XS0147030042, Kurs 101,55, Kupon 5,5 Prozent). Der Charme: Die Anleihe wird vor der eventuell am 1. Januar 2008 kommenden Zinsabschlagsteuer von voraussichtlich 25 Prozent fällig. Hoch besteuerte Anleger greifen zur am 23. Juli 2014 fälligen Anleihe (Kupon 4,625, Rendite 4,14 Prozent, ISIN XS0196302425) und sehen dem Abschlag gelassen entgegen.

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