Anleihestrategie
Stahlhersteller strotzt vor Kraft

Der weltgrößte Stahlproduzent Arcelor-Mittal trotzt dem Anstieg der Rohstoffpreise auf seine Weise: Er bezieht Erze und Kohle aus eigenen Quellen. Analysten sehen dies gerne, stufen die Anleihen hoch. Was wiederum Anleihegläubiger freut.

Lakshmi Mittal hat alles im Griff - fast alles, was zur Stahlerzeugung nötig ist: 45 Prozent des benötigten Eisenerzes kommt aus eigenen Gruben. Der Chef und Großaktionär (43 Prozent) lässt eigene Molybdän- und Manganminen betreiben und stockte zuletzt mit dem Kauf von drei Kohlezechen in Russland die Eigenversorgung mit Koks weiter auf. Damit federt das Unternehmen die rasant steigenden Preise der zur Stahlproduktion notwendigen Rohstoffe ab - und verdient prächtig.

2007 ergab sich bei einer 19-prozentigen Umsatzsteigerung (auf 105,2 Milliarden Dollar) ein 27-prozentiger Anstieg des operativen Ertrags (Ebitda) auf 19,4 Milliarden Dollar. Die Schulden sanken um rund eine Milliarde auf 22 Milliarden Dollar. Die Verbindlichkeiten machen damit nur das 1,2-fache des Ebitda aus. Selbst eine Verlangsamung des globalen Wachstums dürfte der Stahlweltmeister wegstecken. Vor allem wegen des starken Cash-Flows von 16,5 Milliarden Dollar stufte die Agentur S & P im November 2007 die Anleihen des Stahlkochers um eine Stufe auf BBB+ herauf.

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