Anleihestrategie
Super-Zins von Heidelberg-Cement

Geboten werden 5,62 Prozent Zinsen, zehn Jahre lang. Beim Kurs von 95,45 Prozent für die Anleihe bringt das 6,24 Prozent Rendite oder rund zwei Punkte mehr als die zehnjährige Bundesanleihe. Den Superzins zahlt der viertgrößte Zementproduzent der Welt.

Und mit der Übernahme des britischen Baumaterialproduzenten Hanson mauserten sich Heidelberg-Cement zum Weltmarktführer bei knappen Zuschlagstoffen wie Sand und Kies. Doch der Sprung an die Spitze kostete 14 Milliarden Euro. Die Nettoschulden explodierten seit Jahresende 2006 von 3,3 Milliarden auf 15 Milliarden Euro – und müssen runter, am besten auf weniger als zehn Milliarden. Das ist die Forderung der Ratingagenturen. Sie drohen mit der Herabstufung der Anleihen in den spekulativen Bereich.

Immerhin machen die Schulden 195 Prozent des Eigenkapitals aus, Ende 2006 waren es lediglich 60 Prozent. Noch bewerten die Agenturen die Anleihen im Investmentbereich (BBB-/Baa3), aber mit negativen Aussichten. Doch der Schuldenabbau läuft. 2,1 Milliarden Euro bringt der Verkauf der Baustoff-Tochter Maxit. Auch das Hanson -Portefeuille wird durchforstet, zudem setzt man bei einer Kapitalerhöhung wie schon 2007 auf den Großaktionär.

Entscheidend: Das Management will das Rating im Investmentbereich halten. Positiv: Das Geschäft boomt in Asien und Osteuropa. Dort ist man stark vertreten. Für 2007 wird mit zweistelligen Umsatz-und Ertragssteigerungen sowie hohem Cash-Flow gerechnet. Risikobewusste Anleger können ein Engagement überlegen. Die ISIN lautet DE000A0TKUU3.

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