Anleihestrategie
Wiener Aufgeld

Auf drei Milliarden Euro Emissionsvolumen war die jüngste Bundesanleihe Österreichs angesetzt. Angesichts der anhaltenden Finanzkrise hätte die Wiener Bundesfinanzierungsagentur als Schuldenmanager der Republik leicht das Dreifache losschlagen können.

Denn Österreich zählt zur kleinen Gruppe der 15 Staatsschuldner, die in der AAA-Liga, der Königsklasse der Ratingwertungen, spielen. Das dreifache A steht für beste Qualität und geringstes Ausfallrisiko. Dabei hatte Österreich vor der Jahrtausendwende das höchste Budgetdefizit aller EU-Staaten. Von 2002 bis 2006 lag es im Schnitt nur bei 1,3 Prozent, und 2009 soll es nach den Prognosen der Ratingagentur Standard & Poor’s auf weniger als ein Prozent fallen. Die Schuldenlast von 60 Prozent des Sozialprodukts könnte bis zum Jahre 2010 auf 55 Prozent zurückgehen.

Deshalb lohnt auch für deutsche Anleger ein Blick über die Grenze. Bei gleichem Rating und gleicher Sicherheit wie sie deutsche Staatsanleihen bieten, zahlt der österreichische Finanzminister einen Schnaps mehr als der deutsche. So bringt die neueste 4,3-prozentige Wiener Emission beim Kurs von 99,13 Prozent und einer Laufzeit bis zum 15. September 2017 eine Rendite von 4,41 Prozent, Berlin zahlt 4,12 Prozent (ISIN AT0000A06P24).

Wer sich nicht so lange engagieren will, erzielt bis zum 20. Mai 2013 mit der 3,8-prozentigen Anleihe 4,28 Prozent (Kurs 97,48 Prozent) gegenüber 4,05 Prozent der deutschen Bundesanleihe (ISIN AT0000385992). Kauf ab 1000 Euro über alle Banken und Sparkassen.

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