Anleiheverkäufe
Portugal will sich bis zu 13 Milliarden Euro leihen

2013 entkam Portugal der Rezession, Mitte 2014 will es den Euro-Rettungsschirm verlassen und sich wieder alleine an den Märkten finanzieren. Am Mittwoch klappte das bereits besser als erwartet.
  • 2

LissabonPortugal vertraut auf seine wirtschaftliche Erholung und will sich in diesem Jahr über Anleihenverkäufe bis zu 13 Milliarden Euro am Markt leihen. Das teilte das Schatzamt am Mittwoch mit. Der Rettungskredit über 78 Milliarden Euro, den das krisengeschüttelte Euro-Land 2011 bei Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds beantragen musste, läuft Mitte des Jahres aus. Dann will Portugal keine weiteren Hilfen beantragen und stattdessen wieder auf eigenen Füßen stehen.

Die jüngste Anleihen-Emission deutete darauf hin, dass Investoren wieder in Portugals Fähigkeit vertrauen, Schulden zurückzahlen zu können. So holte sich das Schatzamt am Mittwoch ohne Probleme 1,25 Milliarden Euro über die Ausgabe dreimonatiger und zwölfmonatiger Pfandbriefe. Der Zinssatz für die einjährigen Papiere lag bei 0,869 Prozent und damit deutlich unter den 1,49 Prozent, die das Land bei einer ähnlichen Auktion im vergangenen November noch zahlen musste. Die Nachfrage nach diesen Papieren übertraf das Angebot zudem um das Zweifache.

„Ich hatte einen solch niedrigen Zinssatz wirklich nicht erwartet“, sagte Filipe Silva von der Finanzgruppe Banco Carregosa in Lissabon. „Die Wahrheit ist, dass das Risiko, das Investoren mit Portugal verbinden, sehr stark sinkt.“

2013 kam die portugiesische Wirtschaft aus der Rezession heraus. Gegen die Spar- und Reformmaßnahmen, die mit dem Rettungskredit verbunden sind, gab es in der Vergangenheit jedoch heftige Proteste und sogar eine später beigelegte Regierungskrise.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleiheverkäufe: Portugal will sich bis zu 13 Milliarden Euro leihen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Staaten verschulden sich zu 97% bei BANKEN und Versicherungen!!!
    ---------------------------------------------
    Und dann haben die Portugiesen auch noch die Chuzpe, ihre Schuldenabteilung "Schatz"amt zu nennen - unglaublich!

  • "Portugal vertraut auf seine wirtschaftliche Erholung und will sich in diesem Jahr über Anleihenverkäufe bis zu 13 Milliarden Euro am Markt leihen"

    Welcher "Markt"???

    Staaten verschulden sich zu 97% bei BANKEN und Versicherungen!!!

    Die Versicherungs AGs gehören auch den inter. Bankstern

    Wieso sprechen die gleichgeschalteten Massenmedien immer
    von "Märkten" und nicht Banken???

    von "Investoren" und nicht Banken?

    von "Rendite" und nicht Zinsen?

    Von "Anleihen" und nicht Kredite?

    Woher haben die Banken das ganze Geld um es den Staaten zu leihen, wenn sie doch selbst angeblich alle pleite sind bzw. gerettet werden müssen?

    Banken schaffen ( Was viele nicht wissen ) Geld aus dem nichts ( per Kredit ) und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!

    Die wichtigste Frage lautet: Wie entsteht Geld?

    Geld entsteht nur über Kredit!!!

    Geld = Schuld

    Jedem Euro/Dollar Guthaben steht ein Euro/Dollar Schulden gegenüber!

    Jeder Euro/Dollar der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss plus Zinsen an die internationalen Bankster zurückgezahlt werden!!
    ( Privatbanken bzw. deren Eigentümer haben das GELDMONOPOL! )

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nie etwas über das Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%