Appell an Orban
Ungarn in Zahlungsschwierigkeiten

Der starke Schweizer Franken macht sich auch in Ungarn bemerkbar: Regionalregierungen können ihre Kredite in der ausländischen Währung nur schwer zurückzuzahlen - und treiben damit die CDS des Landes in die Höhe.
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FrankfurtDie Furcht vor Zahlungsschwierigkeiten der Öffentlichen Hand in Ungarn hat die Credit Default Swaps (CDS) des Landes auf ein Sechs-Monats-Hoch getrieben. Den Auslöser für den Anstieg dieser Kredit-Ausfallversicherungen sehen Börsianern in einem Appell der Regionalregierungen an Premierminister Viktor Orban: Er soll sich danach bei den Banken dafür einsetzen, die Rückzahlung von Krediten in Schweizer Franken um ein Jahr aufzuschieben - das Gesamtvolumen der Forderungen liegt umgerechnet bei 2,2 Milliarden Euro.

„Dies kommt an den Kreditmärkten nicht gut an, weil es gleichbedeutend ist mit einer Umschuldung“, schrieb Tim Ash, Chef-Analyst der RBS für Mittel- und Osteuropa. In den vergangenen Jahren hatten sowohl ungarische Privatleute als auch öffentliche Körperschaften verstärkt Kredite in Franken aufgenommen.

Wegen der aktuellen Aufwertung Schweizer Währung, die nicht nur zu Dollar und Euro, sondern auch zum Forint von Rekordhoch zu Rekordhoch eilt, haben Kreditnehmer immer größere Probleme, ihre Raten zu bezahlen. Die Absicherung eines zehn Millionen Forint (3,7 Millionen Euro) schweren Pakets ungarischer Anleihen kostete dem Datenanbieter Markit zufolge am Mittwoch 338.000 Forint (124.000 Euro). Dies sind 17.000 Forint (6200 Euro) mehr als am Vortag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bei Ihrem Umrechnungskurs fehlen ein paar Nullen:
    Gerundet:
    Ft 10.000.000 = € 36.000
    Ft 380.000 = € 1.400
    Ft 17.000 = € 62

  • Nicht vergessen, in Ungarn werden für Frankenkedite von Haus aus ein mehrfaches (6%) als der SNB-Leitzins kassiert. "Wegen Krise" wurden die Anleihen einseitig verändert (sorgfältig war das Recht im Vertrag versteckt). So kamen auf einmal ca. verdreifachte Bearbeitungskosten (ebenfalls in Franken gerechnet) zzgl. auf die fälligen Monatszahlungen hochgetürmt. Diese alleine machen schon 20-25% der Raten aus. Komischerweise der Wechselkurs ist eher der berechenbare, und somit kleinere Übel in der Abzockerei. Man könnte das ewig auflisten: die Monatsraten werden mit breitem Marge in Wechselkurs für Bargeldverkauf ausgerechnet, man könnte Franken eben in der nächstbesten Wechselbude billiger erwerben. Die Franken von einem Frankenkonto überweisen, oder bar einzahlen geht nur mit speziellem Erlaubnis von der Bank. Laufzeit darf man verlängern, verkürzen ist unvorstellbar.

  • Liebes Handelsblatt
    Seht euch bitte mal den Wechselkurs an!
    1€ sind ca 270 Forint.
    Bitte nachrechnen und euren Artikel komplett korrigieren.

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