Anleihen
Argentinien verschickt neue Anleihen

Anleger die an dem argentinischen Schuldentausch teilgenommen haben, erhalten in diesen Tagen ihre neuen Anleihen und die ersten Zinszahlungen von der argentinischen Regierung.

ang BUENOS AIRES. Über den genauen Zeitpunkt der Überweisung hüllen sich die Verantwortlichen in Buenos Aires aber in Schweigen, um zu vermeiden, dass die Gelder auf dem Weg zu den Anlegern beschlagnahmt werden.

Argentinien hatte sich Ende 2001 zahlungsunfähig erklärt und seinen Gläubigern erst im Februar dieses Jahres, ein Angebot zur Umschuldung der notleidenden Anleihen über rund 80 Mrd. Dollar vorgelegt. Dabei mussten die Gläubiger auf knapp ein Drittel des Barwerts ihrer Anleihen verzichten. Nur 76 Prozent der Anleger akzeptierten dies. Der Rest schlug das Angebot aus und versucht stattdessen auf gerichtlichem Weg die volle Rückzahlung des Nominalwerts und der aufgelaufenenen Zinsen zu erstreiten.

Am erfolgreichsten war dabei bisher der Hedge Fonds NML Capital mit Sitz auf den Cayman Islands, der mit Hilfe eines amerikanischen Gerichts Altanleihen im Nominalwert von sieben Milliarden Dollar pfänden ließ. Die Auszahlung der neuen Bonds und Zinsen musste aufgeschoben werden. Erst letzte Woche wurde die Beschlagnahmung aufgehoben, nachdem das Gericht zugunsten Argentiniens entschieden hatte. Damit ist der Weg frei, um den Schuldentausch zu Ende zu führen.

Die neuen Bonds werden von der Bank of New York, welche die Umschuldung im Auftrag der argentinischen Regierung durchführt, direkt an die Depotbanken überwiesen. Die Zinszahlungen in Höhe von 680 Mill. Dollar dagegen werden von der argentinischen Zentralbank zunächst auf einen lokalen Treuhandfonds überwiesen und gehen von dort an die Bank of New York. Der Umweg über den Treuhandfonds soll bewirken, dass die Gelder bei Verlassen des Landes rechtlich bereits nicht mehr im Besitz der Regierung sind und daher nicht gepfändet werden können.

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