Asset Backed Securities
Experten sehen Potenzial für russische Spezial-Anleihen

In Russland entsteht ein neuer Anleihemarkt, der in Europa und den USA längst etabliert ist. Der Boom bei Verbraucherkrediten hat dazu geführt, dass auch russische Banken verstärkt Asset Backed Securities (ABS) begeben. ABS sind mit Forderungen unterlegte strukturierte Anleihen.

MOSKAU. In den vergangenen zwölf Monaten haben russische Banken ABS über 1,3 Mrd. Dollar begeben, gegenüber 350 Mill. Dollar ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: In Europa kamen nach Daten der britischen Großbank HSBC allein in diesem Jahr neue ABS über 287 Mrd. Dollar auf den Markt.

Der Markt in Russland hat aber Potenzial: „Das Emissionsvolumen wird bis 2008 auf zehn Mrd. Dollar ansteigen“, prognostiziert Lewan Solotarew, Senior Vice President bei der Russian Standard Bank in Moskau. Für die Emittenten haben ABS den Vorteil, dass sie damit Kredite aus ihrer Bilanz ausgliedern können. So wird Platz für neue Kredite frei. Außerdem konnten die Banken durch die ABS nach Daten von Bloomberg Finanzierungskosten im Schnitt um einen bis 2,5 Prozentpunkte senken.

Die Russian Standard Bank nahm zum Beispiel im März 300 Mill. Euro über eine forderungsunterlegte Anleihe auf und sparte damit gegenüber früheren Emissionen 1,5 Prozentpunkte an Fremdkapitalkosten. „Russische Emittenten haben mit ABS Zugang zu einem sehr breiten Anlegerkreis, den sie sonst nicht erreichen könnten“, sagt Mike Strange, Direktor bei Barclays Capital in London. „Viele kommen so an eine günstigere Finanzierung, als am unbesicherten Markt möglich.“

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