Auktion
Bund wird Anleihen erneut nicht los

Misslungene Auktion: Deutschland bleibt zum wiederholten Male auf einem Teil seiner Staatsanleihen sitzen. Der Grund: Investoren schauen sich wieder verstärkt in Südeuropa um. Italienische Papiere sind gefragt.
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BerlinDer Bund hat zum zweiten Mal binnen einer Woche nicht genügend Interessenten für seine Staatsanleihen gefunden. Bei der Versteigerung einer neuen 30-jährigen Bundesanleihe summierten sich am Mittwoch die Gebote der Investoren auf knapp 2,8 Milliarden Euro.

Die mit dem Schuldenmanagement beauftragte Finanzagentur hatte aber ein Volumen von drei Milliarden Euro ausgeschrieben. Bereits vor einer Woche war ein zehnjähriger Bond nicht auf genügend Nachfrage getroffen - zum ersten Mal seit knapp anderthalb Jahren. Analysten führen das auf die sehr niedrige Rendite zurück. „Der sichere Hafen Deutschland wird deshalb seltener angelaufen“, sagte Experte Tobias Meyer von der NordLB.

Die durchschnittliche Rendite des 30-jährigen Bonds lag bei 2,53 Prozent. Insgesamt teilte die Finanzagentur den Anlegern Papiere im Volumen von gut 2,4 Milliarden Euro zu. Die restlichen knapp 562 Millionen Euro übernahm der Bund in den Eigenbestand und kann die Papiere nun am Markt verkaufen.

„Die Anleger stecken derzeit wieder mehr Geld in die Euro-Krisenländer, denn dort gibt es höhere Renditen zu verdienen“, sagte Analyst Meyer. So liegt die Rendite 30-jähriger italienischer Anleihen mit rund 4,5 Prozent um rund zwei Punkte über der der vergleichbaren Bundesanleihe. „Zudem bescheinigen Ratingagenturen ein wieder sinkendes Ausfallrisiko, weil sich in Ländern wie Spanien eine wirtschaftliche Erholung abzeichnet“, sagte Meyer. „Das macht diese Papiere wieder interessant.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Auktion: Bund wird Anleihen erneut nicht los"

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  • Mit ohne Prozent am End.

    1 Prozentpunkt ist der Faktor 0,01!

    a propos Porzete: siehe Wulff: Die verletzen das Steuergeheimnis zur Industriepionage. Wenn ich Wulffs Geschäfts-essensbelege als Aufischtsrat kenne dann weiß ich mit wem sich Volkswagen zur Geshcäftsanbahnung unterhalten hat. Und das kann schon eine militäriusches oder geschäftliches Geheimnis sein.

    Deshlab bekommen die von den Kreditkartenfirmen und vom Fianzamt von mir auch keine Daten mehr. Sie haben in der Vergangenheit versucht aus politischen Gründen damit herumzuposauenen!

  • Bei 79,4 % Staatsschulden in Prozent des BIP wundert es mich nicht, dass keiner die Deutschen-Anleihen zu diesem Zinssatz kaufen möchte.

  • Klar, weil wir ohnehin mit unseren Steuergelder für die Dolce-Vita-Schrottpapiere haften.

    Danke, Mutti!

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