Ausblick Anleihe-Markt
Staatsanleihen stehen unter Druck

Experten rechnen in dieser Woche mit fallenden Kursen an den Bondmärkten in Europa und den USA. Für Abgabedruck bei den europäischen Papieren dürften neue Inflationsdaten aus Deutschland sorgen. Neue US-Konjunkturdaten dürften den US-Bondmarkt unter Druck bringen.

HB FRANKFURT. Experten rechnen in dieser Woche mit fallenden Kursen an den Bondmärkten in Europa und den USA. Für Abgabedruck bei den europäischen Papieren dürften neue Inflationsdaten aus Deutschland sorgen. Die Preissteigerungsrate wird den Prognosen der Ökonomen zufolge im Mai erneut über dem von der Europäischen Zentralbank tolerierten Höchstwert von zwei Prozent liegen.

Neue US-Konjunkturdaten dürften für fallende Kurse am US-Bondmarkt sorgen. Die Volkswirte gehen zwar davon aus, dass der Rückgang bei den US-Eigenheimverkäufen geringer ausfallen werde als im März. Das sei ein Zeichen, dass die Konjunktur sich nicht weiter abschwäche. Am Freitag enttäuschten jedoch die US-Arbeitsmarktdaten. Die zehnjährigen US-Treasuries reagierten mit einem Renditerückgang von zehn Basispunkten auf 3,93 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten acht Basispunkte niedriger bei 4,41 Prozent. Der Bund-Future stieg um 64 Basispunkte auf 112,12 Prozent.

Am Primärmarkt wird Deutschland am Mittwoch eine zweijährige Bundesschatzanweisung begeben und eine zehnjährige, inflationsindexierte Anleihe um zwei Mrd. Euro aufstocken. Die USA wollen am Donnerstag mit einem zehnjährigen Papier an den Markt kommen. Außerdem wollen Großbritannien, Italien, die Niederlande und Schweden den Kapitalmarkt anzapfen.

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