Ausblick Anleihen-Markt
Inflationsdaten treiben Renditen nach oben

HB FRANKFURT. Die Kurse an den europäischen Anleihemärkten dürften diese Woche weiter abwärts tendieren. Immer mehr Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts des steigenden Inflationsdrucks den Leitzins anheben wird. Am Freitag vorgelegten Zahlen zufolge trieben teures Öl und Nahrungsmittel die Verbraucherpreise in Deutschland im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent in die Höhe.

Auch bei den US-Staatsanleihen sind die gestiegenen Verbraucherpreise am Freitag in den Fokus gerückt. Durch den Preisdruck hat die US-Notenbank weniger Spielraum für Zinssenkungen, was die US-Bonds belastet. Begrenzt werden könnte der Abwärtstrend bei den Anleihekursen indes dadurch, dass die weiter schwelende Kreditkrise Anleger erneut in sichere Staatspapiere treibt.

Die dem Kurs gegenläufige Rendite der zehnjährigen US-Anleihe kletterte am Freitag auf 4,24 Prozent und lag damit so hoch wie zuletzt vor einem Monat. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe legte ebenfalls weiter zu und beendete die Woche mit 4,34 Prozent – und damit dem höchsten Stand seit zwei Monaten. Der Bund-Future, Terminkontrakte auf lang laufende Bundesanleihen, verlor 27 Basispunkte auf 112,97 Prozent.

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