Ausstieg aus Hilfsprogramm
Griechenland erwägt Anleihentausch

Um die Handelbarkeit der eigenen Papiere zu verbessern, will Griechenland wohl mehrere Emissionen zusammenfassen. Die Vorbereitungen für den Ausstieg aus dem europäischen Hilfsprogramm laufen.
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Frankfurt/AthenMit einem Anleihetausch will sich Griechenland offenbar auf den Ausstieg aus dem europäischen Hilfsprogramm vorbereiten. Insidern zufolge erwägt der hoch verschuldete Staat, 20 kleinere Emissionen zu vier oder fünf neuen, größeren zusammenfassen. Damit solle die Handelbarkeit der Papiere mit einem Gesamtvolumen von 32 Milliarden Euro verbessert werden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Im August 2018 läuft das dritte, 86 Milliarden Euro schwere Hilfsprogramm für Griechenland aus. Nach dem Willen von Ministerpräsident Alexis Tsipras soll sein krisengebeuteltes Land danach finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen. Hierzu habe sich die Athener Regierung mit ihren Geldgebern auf die Bildung eines neun Milliarden Euro schweren Finanzpolsters geeinigt. Diese könnte bis auf 14 Milliarden Euro ausgeweitet werden, betonte ein Insider. Damit könne Griechenland seine Verbindlichkeiten auch bei widrigen Umständen bis mindestens Mitte 2019 bedienen.

Griechenland hat seit Beginn der Schuldenkrise rund 270 Milliarden Euro an Hilfen erhalten. Bis 2022 werden keine größeren Rückzahlungen fällig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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