Bankenkrise
S&P stuft zehn spanische Banken herab

Die Bankenkrise geht weiter: Standard and Poor's stuft zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise spanische Großbanken herab, darunter Santander und BBVA. Und es könnte noch weiter abwärts gehen.
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DüsseldorfDie Ratingagentur Standard & Poor's hat am Abend zehn spanischen Banken eine schlechtere Bonitätsnote verpasst. Darunter sind auch die größten spanischen Banken, Santander und BBVA. Beide hat S&P von der Note 'AA' auf 'AA-' gesenkt. Auch andere Banken seien in Gefahr, herabgestuft zu werden.

Als Grund nennt die Agentur hauptsächlich den schlechten Wachstumsausblick Spaniens, den schwachen Immobilienmarkt. Die Turbulenzen am Kapitalmarkt hätten sich zudem weiterhin verschlimmert. Dieses Ungleichgewicht werde noch die nächsten 15 bis 18 Monate auf dem Finanzergebnis spanischen Banken lasten. Den Ausblick sieht S&P für alle Institute negativ: Sollte sich die spanische Wirtschaft noch schlechter entwickeln als erwartet, sind weitere Herabstufungen nicht ausgeschlossen.

Das Jahr 2012 könne daher keine Wende mehr für die spanischen Banken werden: Bis Anfang 2013 könnte sich der Berg an gefährdeten Papieren in ihren Depots sogar noch vergrößern.

Vergangenen Freitag (7. Oktober) stufte die Agentur Moody's zwölf britische Banken herab, darunter Lloyds TSB Bank und Santander UK. Die Bewertung der Royal Bank of Scotland fiel sogar um zwei Stufen.

Parallel stufte Moody's auch neun portugiesische Banken zurück. Die Agentur sah eine Verschlechterung der Finanzstärke der Institute als Folge des hohen Bestandes an portugiesischen Staatsanleihen, der erwarteten Verschlechterung der Anlagen in der Heimat sowie der aktuellen Liquiditätsbeschränkungen für portugiesische Banken. Betroffen von der Herabstufung waren unter anderem die Ratings der Großbanken Banco Comercial Portugues, Banco Espirito Santo und Banco BPI.

Die Ratingagentur Fitch hat am Dienstag auch die Kreditwürdigkeit des belgischen Zweigs der angeschlagenen Dexia-Bank herabgestuft. Das Schuldenrating der französisch-belgischen Bankengruppe bleibe bei A+, die Kreditwürdigkeit des belgischen Zweigs werde aber um eine Stufe auf A herabgesetzt, teilte die Agentur mit. Grund sei die am Montag verkündete Umstrukturierung der Bank. Ohne Staatshilfen hätte die Bank ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können, hieß es. Belgien, Frankreich und Luxemburg hatten in der Nacht zu Montag die Zerschlagung der Dexia beschlossen. Der belgische Teil der Dexia-Gruppe soll verstaatlicht, der luxemburgische Zweig an eine Investorengruppe aus Katar verkauft werden. 

Annika Reinert
Annika Williamson
Handelsblatt / Freie Mitarbeiterin

Kommentare zu " Bankenkrise: S&P stuft zehn spanische Banken herab"

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    Jetzt geht es erst mal die Bahn hoch.


    Leute, Leute

    lasst euch wenigstens sagen, auf diesem Boden wächst nichts. Null Wachstum, null Umsätze.
    .

  • .
    Der Markt ist in Schockstarre gefallen, unfähig eigenen Willen zu entwickeln.
    Demnächst wird man ihn vor den Pflug gespannt, am Nasenring geführt, die die Bahnen hoch und runter jagen.
    .

  • Vielleicht nimmt niemand mehr das Kasperletheater der Ratingagenturen ernst.

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