Bei den Gesprächen zwischen der Regierung und den geschädigten Anleihebesitzern gibt es Fortschritte
Argentinien geht auf Gläubiger zu

Vielversprechend ist das erste Zusammentreffen zwischen privaten Auslandsgläubigern und der argentinischen Regierung verlaufen. Konkret geht es um Anleihen im Nominalwert von 100 Milliarden Dollar, bei denen das Land seit Anfang 2002 gegenüber seinen Gläubigern im Zahlungsverzug steht.

BUENOS AIRES. Gespräche zwischen dem Global Committee of Argentina Bondholders (GCAB) mit argentinischen Regierungsvertretern am Freitag seien „positiv“ verlaufen, sagte der Italiener Nicola Stock. Er ist einer der Vorsitzenden der GCAB.

Mit Finanzstaatssekretär Guillermo Nielsen einigten sich die GCAB-Vertreter, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Reihe weiterer Treffen beginnen werde, um die Schuldenzahlungs-Kapazität Argentiniens zu bestimmen. Dies wiederum werde „zu Verhandlungen über eine faire und nachhaltige Restrukturierung der argentinischen Schuld führen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Das Treffen war vor allem auf Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu Stande gekommen. GCAB ist der mit Abstand größte Zusammenschluss von Ar- gentinien-Anlegern, dem die deutsche Abra, die italienische TFA sowie die US-Gruppe ABC angehören.

„Wenn wir uns auf die Zahlungskapazität einigen können, also über die Grundannahmen wie Wirtschaftswachstum, Haushaltsüberschüsse oder Zugang zu den Finanzmärkten, dann ist der Rest leicht“, sagte Adam Lerrick, Verhandlungsführer der Abra, dem Handelsblatt. Die Aufteilung des Rückzahlungsbetrags unter die Gläubiger ließe sich dann in wenigen Tagen strukturieren, meinte Lerrick.

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