BNP Paribas
Rating-Riese stuft französische Großbank ab

Für die amerikanischen Ratingagenturen sind die europäischen Großbanken nicht krisensicher. Nun hat Standard & Poor's auch die französische BNP Paribas abgestuft. Fitch droht sieben weiteren Großbanken.
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New York/FrankfurtDie meisten weltumspannenden Banken sind nach Auffassung der Ratingagenturen nicht krisenresistent genug. Am Abend senkte die Ratingagentur Standard & Poor's das Langfrist-Rating der französischen Großbank BNP Paribas auf „AA-“ von „AA“. In Sachen Refinanzierung und Liquiditätsbeschaffung seien die französischen Banken in schwierigen Umständen verletzlicher als bisher angenommen, begründeten die Analysten ihren skeptischeren Blick auf die Bonität des Instituts. Auch hätten sich die Kredite an Staaten am Rande der Eurozone als riskanter entpuppt, was die Gewinnaussichten der französischen Banken verschlechtere. Die Ratings vier weiterer Banken - darunter Societe Generale und Credit Agricole - bestätigte S&P, schränkte aber ein: Darin sei nun staatliche Unterstützung einberechnet. Das sei vorher nicht der Fall gewesen. 

Die BNP-Sprecherin Julia Boyce erklärte am Abend, die Bank bleibe trotz des Schrittes noch immer eine der am besten bewertetet Institute weltweit. Mehrere französische Banken waren in den vergangenen Wochen wegen eines starken Engagements in Griechenland zunehmend unter Druck geraten.

Die amerikanische Ratingagentur Fitch droht sieben der größten Investmentbanken - darunter auch der Deutschen Bank - mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Die Agentur moniert, dass die Institute wegen ihrer großen Abhängigkeit vom Kapitalmarktgeschäft zu sehr in Mitleidenschaft von den Schwankungen an den Märkten gezogen würden, die etwa durch die Schuldenkrise entstehen. „Zudem ist es wegen der Komplexität ihrer Geschäftsmodelle und der Anfälligkeit für Klumpenrisiken schwer zu durchschauen, wie hoch ihre Verluste wären, die sich bei unerwarteten Ereignissen schnell anhäufen könnten“, rügte Fitch. 

Am Frankfurter Aktienmarkt nahmen Anleger die drohende Herabstufung zum Anlass, sich von Deutsche-Bank-Aktien zu trennen. Mit einem Abschlag von rund 1,2 Prozent zählte sie zu den größten Verlierern im Leitindex Dax. Was der Deutschen Bank droht, ist für die UBS bereits Realität. Die größte Schweizer Bank wurde auf „A“ von „A+“ herabgestuft - aber aus einem anderen Grund. Sie könnte anders als während der Finanzkrise nicht mehr damit rechnen, eher vom Staat gerettet zu werden als ihr Erzrivale Credit Suisse , argumentierte Fitch. UBS-Aktien verloren bis zu drei Prozent. 

Die Deutsche Bank steht mit „AA-“ noch zwei Stufen höher als UBS. Sie muss eine Herabstufung ihrer Bonität um einen Schritt auf „A+“ fürchten, die Entscheidung sei in Kürze zu erwarten. Dadurch könnte sich die Refinanzierung für Deutschlands größtes Geldhaus verteuern. Den Fitch-Experten ist ein Dorn im Auge, dass sie den Löwenanteil der Gewinne immer noch im Investmentbanking erwirtschaftet. Künftig müsse mehr aus dem Filialgeschäft kommen. Vorstandschef Josef Ackermann hat das Ziel ausgegeben, in den weniger schwankenden Sparten die Hälfte des Konzerngewinns zu verdienen. Das Ziel könnte er schneller erreichen, seit im Investmentbanking viele Blütenträume in der Krise geplatzt sind - womöglich aber auf niedrigerem Niveau. 

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    Was ich damit sagen möchte ?

    Kannst Du hier lesen:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/frankreich-lebt-ueber-seine-verhaeltnisse/4737430.html


    Deutschland wird demnächst auch so weit sein.
    .

  • …Es ist also nur >gerecht<, dass >Deutschland< sich auch an den Folgekosten der Exportorgie beteiligt. . Woher denken Sie, kommen die >14 Milliarden Leistungsbilanzüberschuss<?...
    Genau. Bitte beantworten Sie die Frage: was meinen Sie mit „Deutschland“ und wer zahlt den Leistungsbilanzüberschuss?

  • Gerade die Amis. Die machen es doch vor mit ihrer FED, wie es NICHT geht!
    Sie drucken auf Teufel komm raus Papiergeld ohne Deckung!
    Hinzu kommt, dass der Euro vom Wert des Dollars auch noch abhängt, weil der Dollar die Lei(d)währung ist!

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