Bond-Auktion
Die Bundesanleihe bekommt Rückenwind

Nach einer erfolgreichen Aufstockung der zweijährigen Bundesanleihen drehten diese ins Plus. Indes konnte auch Portugal wie von Investoren erwartet erfolgreich Papiere zu deutlich niedrigeren Zinsen platzieren.
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FrankfurtAnleger am europäischen Rentenmarkt haben sich am Mittwoch zuversichtlich gezeigt. Eine offenbar sehr hohe Nachfrage nach einem fünfjährigen Bond des Rettungsfonds EFSF wurde laut Händlern als Vertrauensbeweis für die Eurozone gewertet. Aus mit der Auktion vertrauten Kreisen verlautete, dass 217 Interessenten insgesamt 12,8 Milliarden Euro für die mit vier Milliarden Euro angesetzte Auktion geboten haben.

Die Bundesrepublik hat unterdessen zweijährige Papiere erfolgreich um 4,1 Milliarden Euro aufgestockt. Die Nachfrage übertraf das Angebot um das 1,8fache. Bundesanleihen drehten nach der Auktion ins Plus, und die Rendite der zweijährigen Titel gab bis auf 0,31 (spätes Vortagesgeschäft: 0,34) Prozent nach. Es sehe so aus, als seien Investoren um ein Renditelevel von 30 bis 35 Basispunkten durchaus wieder bereit, ihr Geld in zweijährige Papiere zu investieren, sagte DZ-Bank-Zinsstratege Michael Leister. Bis Mitte März hatten die zweijährigen Papiere noch nicht einmal 0,2 Prozent abgeworfen. Auch der richtungsweisende Bund-Future drehte nach der Auktion ins Plus. Der Kontrakt stieg bis zum Nachmittag um 55 Ticks auf 136,19 Zähler. Die zehnjährigen Bundesanleihen rentierten am Nachmittag vier Basispunkte niedriger bei 2,00 Prozent.

Zusätzlichen Rückenwind erhielten die als sicherer Hafen geltenden Bundesanleihen davon, dass US-Immobiliendaten eher enttäuschend ausgefallen waren. Im Februar wurden in der weltgrößten Volkswirtschaft unerwartet wenig Eigenheime verkauft. Statt des Rückgangs von 0,9 Prozent hatten von Reuters befragte Analysten ein Plus von 1,1 Prozent prognostiziert.

Aufatmen konnte der Finanzminister in Lissabon: Portugal hat erfolgreich Anleihen über zwei Milliarden Euro am Markt platziert. Die von den Investoren zu zahlenden Zinsen fielen deutlich geringer aus als zuletzt und waren so niedrig wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Nach Angaben der Schuldenagentur wurden 382 Millionen Euro mit viermonatigen Papieren und 1,6 Milliarden Euro mit zwölfmonatigen Papieren eingenommen. Investoren hatten offenbar einen entsprechenden Ausgang der Auktion erwartet - die zehnjährigen portugiesischen Anleihen rentierten kaum verändert um 12,7 Prozent.

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