Bond-Märkte
Anleihekurse geraten unter Druck

Nach den jüngsten Gewinnen sind die Kurse an den Anleihemärkten am Donnerstag zurückgefallen. Im Euro-Raum war die Geldmenge M3 im Mai überraschend schnell gestiegen; die Arbeitslosenquote in Deutschland fiel im Juni stärker als erwartet aus und ist nun so niedrig wie zuletzt vor zwölf Jahren. Damit steigen im Euro-Raum die Aussichten auf höhere Zinsen.

HB FRANKFURT. Deutsche Staatsanleihen rentierten fester bei 4,55 Prozent, der Terminkontrakt Bund-Future gab sieben Basispunkte ab auf 110,96 Prozent.

In den USA lag die Inflation im ersten Quartal über den Prognosen, das Wirtschaftswachstum hingegen verlangsamte sich (siehe Devisenbericht). Trotz der gemischten Datenlage rechnen Händler damit, dass die US-Notenbank weiter das Inflationsrisiko betonen wird, so dass zumindest keine Zinssenkung zu erwarten ist. Dies beförderte die Renditen zeitweise leicht ins Plus. Zuletzt brachten zehnjährige Treasuries wie am Vortag 5,08 Prozent.

Am Primärmarkt begab Italien drei Tranchen über jeweils drei, sieben und zehn Jahre Laufzeit. Das dreijährige Papier hatte ein Volumen von zwei Mrd. Euro sowie einen Kupon von vier Prozent. Die siebenjährige Anleihe über 1,5 Mrd. Euro wird variabel verzinst, die Emissionsrendite lag bei 4,29 Prozent. Der Langläufer ist zwei Mrd. Euro schwer, der Kupon betrug vier Prozent.

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