Bondkönig
Bill Gross warnt vor „Supernova-Kreditexplosion“

Der Manager des weltgrößten Anleihefonds rechnet mit Inflation. Bill Gross, Spitzname „Bondkönig“, rät Anlegern, sich darauf vorzubereiten - und gibt konkrete Tipps.
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Bill Gross, Manager des weltgrößten Anleihefonds, warnt vor zunehmenden Risiken auf den Kreditmärkten. „Der Countdown beginnt, wenn die investierbaren Anlagen zu viel Risiko für zu wenig Rendite darstellen“, schrieb Gross, Spitzname „Bondkönig“, in seinem monatlichen Investmentausblick, der am Donnerstag auf der Website von Pacific Investment Management (Pimco) veröffentlicht wurde.

Mit inflationsgeschützten US-Staatsanleihen sollten sich Investoren gegen mögliche Inflation wappnen, denn „die Endphase einer Supernova-Kreditexplosion“ werde wahrscheinlich mehr Inflation als Wachstum hervorbringen, so Gross. Er wiederholte seine Einschätzung, dass Australien, Brasilien, Mexiko und Kanada attraktive Märkte seien.

Als Risiko für die Preisstabilität betrachtet der Manager der Allianz-Tochter die Geld- und Fiskalpolitik, insbesondere in Amerika. Die US-Notenbank Fed hat mehrere Programme zur Ausweitung der Geldmenge aufgelegt, die sogenannte quantitative geldpolitische Lockerung (QE). „Schlussendlich werden staatliche Finanzierungs-Systeme wie das heutige QE (…) schlecht enden”, schrieb der Manager.

Die Ausweitung der Bilanz bei den sechs größten Zentralbanken der Welt seit Anfang 2009 „zeigt sich in der Form von Inflation und der Entwertung von Währungen - entweder in Relation zueinander oder zu Rohstoffen” wie Öl oder Gold, erklärte der Anleihen-Experte.

Investoren sollten länger laufende Anleihen vermeiden und stattdessen zu kurz- bis mittelfristigen Papieren greifen, die von den Zentralbank-Aktionen eher profitieren dürften.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bondkönig: Bill Gross warnt vor „Supernova-Kreditexplosion“"

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  • Na prima, Bluecher, leihen Sie mir 100,000 Euro und ich kaufe mir den Acker Ihrer Oma. Macht ja nichts, schiesslich ist die Summe der Schulden und Guthaben immer Null. Aber am Ende haben manche einen Acker und die anderen viel, viel Geld, fuer welches sie sich nichts mehr kaufen koennen.

  • Natürlich steht jeder Schuld (Verbindlichkeit) irgendwo theoretisch ein Guthaben gegenüber. Nur wie wird dieses bewertet? Am US Hausmarkt oder den globalen Aktienmärkten oder sogar einigen Anleihemärkten (Griechenland) haben wir gesehen, wie schnell diese Guthaben fallen, wenn sich der Wind dreht. Und damit wird dann Vermögen vernichtet. Dann muß man Verbindlichkeiten ausfallen lassen oder staatlich rekapitalisieren (Bankenrettung) und dann wird dieses neu geschaffene Geld in neue Blasen gepumpt (spezifische Asset Inflation)

  • Ganz genau!

    Um z. B. EUR zwei Billionen Schulden auszuradieren,
    eliminieren wir EUR zwei Billionen Guthaben.

    Anschließend fangen wir wieder von vorne an.

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