Anleihen
Bondmärkte ignorieren Greenspan

Der Anstieg der Kapitalmarktrenditen hat zur Wochenmitte sein vorläufiges Ende gefunden. Vor allem in den USA gingen die Renditen von Staatsanleihen deutlich zurück. In Deutschland notierten zehnjährige Bundesanleihen unverändert gegenüber dem Stand des Vortags mit einer Rendite von 3,28 Prozent.

FRANKFURT/M. Am Nachmittag waren die Zinsen nach der Rede von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan vor dem US-Kongress zunächst gestiegen. Spiegelbildlich war der September-Kontrakt des Bund-Futures, der als Messlatte für das Klima am Euro-Rentenmarkt gilt, im Handelsverlauf an der Terminbörse Eurex um 22 Basispunkte gefallen. Der Kontrakt schloss mit einem Minus von 15 Basispunkten bei 122,04 Stellen.

Alan Greenspan hatte vor den Abgeordneten erneut ein rosiges Bild der US-Konjunktur gezeichnet. In einer Anhörung vor dem Finanzausschuss kündigte er im Zusammenhang mit der positiven Konjunkturentwicklung für die USA weitere Zinssteigerungen an. An den Rentenmärkten fanden seine Worte aber nur vorübergehend Gehör. Zwar stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen am Nachmittag kurz an – dann begann aber eine Rallye am Anleihemarkt, in deren Verlauf die Zinsen deutlich einbrachen. So sank die Rendite der zehnjährigen US-Bonds zum Handelsschluss deutlich unter das Niveau des Vortages und auf 4,17 Prozent.

Bei den Neuemissionen fand die Aufstockung der 30-jährigen Bundesanleihe von sechs auf elf Mrd. Euro große Aufmerksamkeit. Die Anleihe war nach Angaben der deutschen Finanzagentur in Frankfurt 1,5-fach überzeichnet. Über die Ausgabe von Anleihen beschafften sich am Markt für Corporate Bonds zudem die Deutsche Schiffsbank (150 Mill. Euro) und die KfW (200 Mill. sfr) neues Kapital.

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