Bondmarkt
Anleihekurse stehen unter Druck

Am Rentenmarkt rechnen Analysten in der neuen Handelswoche mit weiteren Kursverlusten. Inflationsbedenken, die bereits vergangene Woche beiderseits des Atlantiks für Abgabedruck gesorgt hatten, dürften den Handel erneut bestimmen.

FRANKFURT. Nachdem der Rohölpreis immer neue Rekordstände erreicht hat, steigen am Markt die Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen im Jahresverlauf heben könnte. In den USA hat sich der Zinsausblick ebenso gewandelt. Statt auf weitere Zinssenkungen richteten sich manche Händler mittlerweile auf höhere Leitzinsen ein, berichtet Bondstratege Karsten Linowsky von Credit Suisse.

Höhere Leitzinsen machen den Kupon bestehender Anleihen weniger attraktiv und bringen die Bondkurse unter Druck. Bei den Renditen, die entgegengesetzt zum Kurs tendieren, gebe es Aufwärtspotenzial, sagt Linowsky.

Vergangene Woche fiel der Bund-Future, der die Kurserwartungen am deutschen Rentenmarkt anzeigt, um 53 Basispunkte und hielt sich am Freitag knapp über 113 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 4,26 Prozent, zehnjährige Treasuries bei 3,84 Prozent. Zum Vergleich: Mitte März, als der jüngste Aufwärtstrend der Renditen einsetzte, rentierten zehnjährige Bundesanleihen mit rund 3,69 Prozent, US-Treasuries dieser Laufzeit mit 3,31 Prozent.

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