Bondmarkt
Anleihen fehlt die langfristige Perspektive

Die Anleihemärkte haben gestern bis zum Nachmittag keine klare Richtung gefunden. „Es gibt im Augenblick keine wirklich handelbare langfristige Perspektive“, brachte es John Spinello auf den Punkt, Chef-Bondstratege bei Jefferies & Co. in New York.

FRANKFURT. Futter für die Bond-Bullen lieferte die Nachricht zu den Zwangsversteigerungen von US-Wohnimmobilien, auch schließen US-Terminhändler inzwischen eine Zinssenkung durch die Notenbank Fed nicht mehr aus. Gleichzeitig liefen jedoch Daten ein, die auf eine weiter starke Konjunktur hinweisen, was die Anleihekurse belastet: Das US-Handelsbilanzdefizit weitete sich im Mai wie erwartet aus, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA fiel sogar unerwartet niedrig aus. Im Euroraum revidierte Eurostat die Zahl für das Wirtschaftswachstum von 0,6 auf 0,7 Prozent nach oben.

Der Terminkontrakt Bund-Future, Indikator für die Marktstimmung im Euroraum, gab bis zum Nachmittag 0,06 Prozentpunkte ab auf 110,68 Prozent. Entsprechend stieg die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe auf 4,60 Prozent. US-Treasuries rentierten bei 5,10 Prozent etwas über Vortagesniveau. Am Primärmarkt stand die Emission von inflationsgesicherten Papieren, so genannten TIPS, im Volumen von 8 Mrd. Dollar durch die USA an.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%