Bondmarkt
Bundesanleihen geben deutlich nach

Die steigende Risikobereitschaft der Anleger drückt die Kurse der deutschen Bundesanleihen. Investoren engagieren sich lieber am Aktienmarkt. Bei den Anleihen der südeuropäischen Länder ist die Entwicklung uneinheitlich.
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FrankfurtDeutsche Bundesanleihen haben am Montag deutliche Kursverluste verzeichnet. Die relative Sicherheit der Papiere war weniger gefragt. Auch die steigenden Börsenkurse weisen darauf hin, dass die Risikoneigung der Anleger wieder steigt. Ein Grund dafür könnte sein, dass eine US-Militäraktion gegen Syrien offenbar nicht mehr unmittelbar bevorsteht.

Für die deutsche Wirtschaft gab es zuletzt einen kleinen Dämpfer: Die endgültigen August-Zahlen zum Einkaufmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fielen etwas schwächer aus als die vorläufigen. Für die Euro-Zone ergab sich dagegen ein Wert von 51,4, dieser lag über den Erwartungen und markierte die stärkste Zunahme seit zwei Jahren.

Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,92 Prozent sieben Basispunkte höher. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel um 80 Basispunkte auf 139,86 Prozent. Bei den Anleihen aus den Staaten der Euro-Peripherie war die Entwicklung uneinheitlich. Zehnjährige Italien-Bonds rentierten drei Basispunkte niedriger bei 4,36 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatspapiere sank um sieben Basispunkte auf 4,45 Prozent. In Spanien hat die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe erstmals seit mehreren Jahren zugenommen. Portugal-Anleihen rentierten einen Basispunkt höher bei 6,60 Prozent.

Deutsche Bundesanleihen kommen für dieses Jahr bis zum 30. August auf Verluste von 2,2 Prozent, wie die Bloomberg World Bond Indexes zeigen. Italienische Staatspapiere brachten 3,6 Prozent ein, und spanische 7,4 Prozent. Am Markt für US-Staatsanleihen findet feiertagsbedingt kein Handel statt. Zehnjährige Treasuries rentierten zuletzt bei 2,78 Prozent.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bondmarkt: Bundesanleihen geben deutlich nach"

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  • 'fjv2' sagt
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    das ist ja prima, die Kriese ist gelöst.
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    Nachdem seit Jahren von kaum etwas anderem die Rede ist hätten Sie langsam 'mal mitbekommen können wie man "Krise" schreibt.

    Und "gelöst" werden Krisen auch nicht, sondern beendet.

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    'fjv2' sagt
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    Die Schulden sind abbezahlt.
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    Die Schulden WERDEN abbezahlt.

    ...

    Ist nach Ihrer Logik jeder Kredit eine Krise, solange bis er abbezahlt worden ist?

  • "Der Markt honoriert die starken Verbesserungen in den Leistungsbilanzen Italiens und Spaniens.

    Weshalb sich der Spread zu Bunds reduziert.

    An den Finanzmärkten hat die Rückabwicklung der Eurokrise begonnen.

    Die Panikprämie für Bunds löst sich ebenso auf wie der Panikabschlag für italienische und spanische Anleihen."

    das ist ja prima, die Kriese ist gelöst. Die Schulden sind abbezahlt.

    Danke für den Hinweis, hatte ich noch nicht mitbekommen.

    Juhu, alles ist wieder gut.

  • Handelsblatt berichtet:
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    Deutsche Bundesanleihen kommen für dieses Jahr bis zum 30. August auf Verluste von 2,2 Prozent, wie die Bloomberg World Bond Indexes zeigen. Italienische Staatspapiere brachten 3,6 Prozent ein, und spanische 7,4 Prozent.
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    Ergo:

    Der Markt honoriert die starken Verbesserungen in den Leistungsbilanzen Italiens und Spaniens.

    Weshalb sich der Spread zu Bunds reduziert.

    An den Finanzmärkten hat die Rückabwicklung der Eurokrise begonnen.

    Die Panikprämie für Bunds löst sich ebenso auf wie der Panikabschlag für italienische und spanische Anleihen.

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