Bondsmärkte
Fed Protokoll stützt Kurse der US-Bonds

Nach einem zuletzt sehr nervösen Handel an den Bondmärkten hat sich die Lage am gestrigen Dienstag beruhigt. Die Kurse zogen am Abend vor allem in den USA an, nachdem das Protokoll der jüngsten US- Notenbank (Fed)-Sitzung bekannt gegeben wurde. Dort hieß es, das Ende des Zinserhöhungszyklus „stehe wahrscheinlich bevor“.

FRANKFURT. Auch war der US-Erzeugerpreisindex im März schwächer gestiegen als befürchtet. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen wurde im Dollarraum nach Bekanntgabe des Fed-Protokolls bei 4,96 (5,01 Prozent) und im Euro-Raum bei 3,94 (3,96) Prozent) ermittelt. Der Juni-Bund-Future handelte am Abend an der Eurex bei 115,74 um 15 Basispunkte höher.

Zuvor hatten steigende Gold- und Ölpreise das Bild bestimmt. Bondhändler leiteten daraus widersprüchliche Botschaften ab. Teure Rohstoffe beinhalten zum einen die Gefahr einer konjunkturellen Abschwächung. Sie würde die Renditen senken und die Kurse steigen lassen. Steigende Öl- und Goldpreise werden aber auch als Vorboten einer sich beschleunigenden Inflation interpretiert. Sie würde steigende Zinsen und sinkende Kurse bedeuten. Die US-Notenbank werde durch steigende Ölpreise in ein Dilemma gestürzt, sagte Scott Brown, Chefökonom der Investmentbank Raymond James & Associates. Einerseits werde der Aufschwung gebremst, andererseits nehme der Inflationsdruck zu, obwohl die Wirtschaft heute längst nicht mehr so energieintensiv sei wie etwa vor 30 Jahren. Entsprechend nervös hatten die Bondmärkte zuletzt reagiert.

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