Bonität: S&P sieht Wendepunkt in der Euro-Krise

Bonität
S&P sieht Wendepunkt in der Euro-Krise

Die Ratingagentur Standard & Poor's sieht Europa auf einem guten Weg. Das Jahr 2013 könne der Wendepunkt in der Schuldenkrise werden. Ein Land, das die Finanzkrise besonders heftig erwischte, lobt S&P.
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LondonDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) beurteilt die Euro-Zone optimistischer. „2013 könnte einen Wendepunkt in der europäischen Schuldenkrise darstellen“, sagte Moritz Kraemer, der bei S&P die Analyse europäischer Länder leitet.

Die Euro-Zone könne die Zersplitterung nachhaltig überwinden, von der sie in den letzten Jahren gekennzeichnet war, schrieb Kraemer in einer Studie. Die europäischen Regierungschefs hätten mit Blick auf die Verschuldung und die Verringerung der Leistungsbilanzdefizite die Grundlagen geschaffen oder zumindest angekündigt, um aus der Krise herauszufinden.

Ausdrücklich lobte S&P die Fortschritte in Irland. Mit einer Herabstufung vom Status des sicheren Schuldners („Investment Grade“) sei nicht zu rechnen, sagte Krämer am Freitag. Die Flexibilität der Gesellschaft und der Märkte sei in Irland wahrscheinlich ausgeprägter als in anderen krisengeschüttelten Ländern der Euro-Zone. Risiken gingen jedoch weiterhin von dem schwer gebeutelten Bankensektor aus. Wegen der Gefahren bewertet S&P das Land grundsätzlich mit einem negativen Ausblick.

Irland kämpft sich derzeit Schritt für Schritt aus der Schuldenmisere heraus. Erst am Dienstag kam das Land seinem Ziel deutlich näher, sich vom Tropf internationaler Geldgeber zu lösen: Der Staat sammelte am Kapitalmarkt 2,5 Milliarden Euro. Irland schlüpfte vor rund zwei Jahren unter den Euro-Rettungsschirm und erhielt 85 Milliarden Euro.

Auch EZB-Chef Mario Draghi hatte sich am Donnerstag in einer Pressekonferenz optimistischer zur Lage der Euro-Zone geäußert. "Wir sehen Anzeichen, dass die Fragmentierung allmählich repariert wird", sagte Draghi in Frankfurt. Eine allmähliche Erholung werde im späteren Jahresverlauf einsetzen, wenn sich die EZB- Maßnahmen in der Wirtschaft bemerkbar machten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wir sind nicht auf einem richtigen Weg, wir sind auf einem "GUTEN WEG"! Und das auch noch alternativlos!
    Was wollen wir mehr? Alles wird gut!

  • Ich frage mich echt, wie verbrettert und verbohrt jemand sein muss, um so einen Kommentar wie Ferdinand2013 zu schreiben. Logisch, Deutschland ist schuld an der Immoblase in Spanien. Deutschland hat perfide über Jahrzehnte verhindert, dass Griechenland eine tragfähige Industrie und Mittelstand aufbaut. Dann bauen diese fiese Deutschen auch noch so viel Zeugs, das überall in der Welt gierig gekauft wird. Pöse pöse Deutschen.
    Klar haben wir bisher noch keine Euromünzen (die ca. 800.000.000 für Griechenland ausgenommen) weggedrückt. Wir haben aber insgesamt über ESM und Target 2 gerade mal läppische 800.000.000.000 Verbindlichkeiten, bzw. Forderungen. Achso, ist ja nur auf dem Papier. Na dann iss ja gut.

  • Immer wieder verwunderlich wie ausgerechnet in Deutschland ständig gejammert und geschumpfen wird obwohl der deutsche Steuerzahler bisher noch nicht einen einzigen Cent tatsächlich nach Griechenland, Spanien oder Portugal überwiesen hat. Die einzigen Barmittel, die bisher tatsächlich geflossen sind, landeten auf den klammen Konten der HRE und anderer deutscher Kreditinstitute. Währenddessen müssen Länder wie Spanien und Italien ökonomisch ungerechtfertigte Zinsen an den Kapitalmärkten bezahlen, die mit der realistischen Situation ihrer Volkswirtschaft nichtsmehr zu tun haben. Dazu wird immer wieder vergessen, dass deutsche Banken und Pensionskassen mit ca. 216 Milliarden Euro die spanische Immobilienblase mitfinanziert haben und dabei über Jahre kräftig abgesahnt haben..

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