Britische Baumarktkette Kingfisher plant Euro-Anleihe
Der Druck auf die Anleihekurse verschärft sich

Die Anleihmärkte sind zur Wochenmitte kräftig unter die Räder gekommen. Der Markt gerät – angesichts der aktuellen Zinserhöhung in den USA und einer drohenden Reaktion der Europäischen Zentralbank – in Nervosität.

HB FRANKFURT/M. Der Terminkontrakt Bund-Future – wichtigstes Barometer für die Stimmung an den Rentenmärkten der Euro-Zone – verlor bis zum Mittwochabend 0,44 Prozentpunkte auf 119,91 Prozent. Zwischenzeitlich war er bis auf 119,80 Prozent gefallen. Unter der psychologisch wichtigen Marke von 120 Prozent lag der Bund-Future zuletzt im April dieses Jahres.

Am Kassamarkt stiegen die sich gegenläufig zu den Kursen entwickelnden Renditen kräftig. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zog auf 3,45 Prozent an, die der zweijährigen Bundesschatzanweisung erreichte mit 2,67 Prozent den höchsten Stand seit 15 Monaten. In den USA erhöhte sich die Rendite der zehnjährigen so genannten Treasuries im New Yorker Handel leicht auf 4,61 Prozent.

Händler erklärten den Verkaufsdruck vor allem damit, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Zinserhöhung auf vier Prozent am Vortag keinen Zweifel daran gelassen habe, dass sie den Zinserhöhungszyklus fortsetzen werde. Damit mehrten sich Spekulationen, dass auch die Europäische Zentralbank (EZB) noch in diesem Jahr an der Zinsschraube drehen werde. Inzwischen gelten zwar auch in Euro-Land schon mehrere Leitzinserhöhungen als eingepreist, dennoch ist der Markt „schlichtweg nervös“, sagte ein Händler.

Auch aus technischer Sicht gilt der Rentenmarkt als angeschlagen. „Nachdem der Bund-Future bereits in der vergangenen Woche durch mehrere Unterstützungen gefallen ist, generiert der Schlusskurs unter 119,93 Prozent ein neues Verkaufssignal“, sagte Ansgar Krekeler, technischer Analyst bei der WGZ-Bank. „Danach könnte der Bund-Future schnell auf zunächst 119 Prozent und in den nächsten Monaten sogar bis auf 117,50 Prozent fallen“, meint Krekeler. Damit befinde sich der Markt dann auch im längerfristigen übergeordneten Bild in einem Abwärtstrend.

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