Bund-Future fällt
Rentenanleger wieder mutiger

Für die Anleger stand am Dienstag die Sicherheit bei ihren Deals eher an zweiter Stelle. Rendite hieß das Ziel. Vor allem die erneute Regierungskrise in Italien lädt weiterhin zu Spekulationen ein.
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FrankfurtAm Anleihemarkt haben die Anleger am Dienstag wieder mehr auf Rendite als auf Sicherheit gesetzt. Daher standen die Anleihen Spaniens und Italiens wieder etwas höher im Kurs. Entsprechend gaben die Renditen nach. Allerdings lagen wegen der Regierungskrise in Rom die Renditen der italienischen Staatspapiere mit 4,55 Prozent höher als die ihrer spanischen Pendants, die bei 4,23 Prozent notierten. Im Gegenzug waren deutsche und US-Staatsanleihen weniger gefragt. Der Bund-Future fiel um 24 Ticks auf 140,26 Zähler. Auch die US-Treasuries gaben nach. Die Schließung der Bundes-Verwaltung in den USA im Zuge des Haushaltsstreits habe der Markt schon am Vortag eingepreist, sagte ein Händler.

Viele europäischen Bond-Anleger setzten darauf, dass Italiens amtierender Regierungschef Enrico Letta eine Vertrauensabstimmung im Parlament am Mittwoch angesichts der Zerstrittenheit in Silvio Berlusconis Partei überstehen wird. Damit wäre eine Neuwahl erst einmal vom Tisch, hieß in den Handelssälen. Allerdings dürften die italienischen Bonds vorläufig den spanischen hinterherhinken, da viele Anleger der römischen Politik misstrauten.

Besonders gefragt waren portugiesische Staatsanleihen, die mehr als einen vollen Punkt zulegten. "Da hat es gestern Abend einen großen Käufer gegeben, das hängt noch damit zusammen", fasste ein Händler zusammen. Ein anderer Händler vermutete, dass die Spekulationen auf einen weiteren EZB-Langzeittender für die Banken der Euro-Zone die Bonds stützten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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