Bund-Future klettert
Anleger greifen zu Bundesanleihen

Rezessionsängste haben die Anleger an den Rentenmärkten am Dienstag wieder in die als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen getrieben.
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FrankfurtDer Bund-Future kletterte um 33 Ticks auf 140,16 Punkte und lag damit nur knapp unter dem am Vortag aufgestellten Allzeithoch von 140,39 Zählern. „Heute morgen heißt die Devise 'Finger weg vom Risiko'“, brachte ein Händler die Stimmung auf den Punkt.

Für Zurückhaltung sorgte vor allem der Anstieg der Rendite der spanischen zehnjährigen Anleihe auf über fünf Prozent. Erst vorige Woche waren die Renditen wieder unter diese psychologisch wichtige Marke gerutscht. Die Rendite der vergleichbaren italienischen Anleihen notierten noch knapp unter fünf Prozent. „Aber hier dürften Gewinnmitnahmen bald für einen neuen Anstieg der Rendite sorgen“, erklärte ein Händler. Zum Vergleich: Die entsprechenden Bundesanleihen liegen bei 1,80 Prozent.

Schwache Konjunkturdaten hatten am Vortag Spekulationen angeheizt, Spanien und vermutlich auch Italien würden im laufenden Jahr kaum oder gar kein Wachstum generieren können. „Die Stimmung an den Märkten hat sich in den vergangenen Tagen eingetrübt. Belastend ausgewirkt hat sich die überraschende Erhöhung des Defizitziels von Spanien am Freitag“, erklärte Helaba-Analystin Viola Stork.

Der Euro notierte bei 1,32 Dollar um den Vortagesschluss. Nachdem Australien seine Zinsen unverändert ließ, sich aber die Tür für weitere Zinssenkungen offenhielt, geriet der australische Dollar unter Druck. Zwar sei die Entscheidung in etwa so erwartet worden, erklärte ein Händler. Doch hätten die Renditen australischer Anleihen dennoch nachgegeben und somit die Landeswährung belastet. Der Australische Dollar rutschte um 0,4 Prozent auf 1,0621 US-Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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